Ferienhaus kaufen in Deutschland: Was den Markt im Inland auszeichnet
Wer ein Ferienhaus kaufen in Deutschland plant, bewegt sich in einem Markt mit klaren Vorteilen: gleiche Rechtsordnung, gleiche Sprache, kurze Anfahrtswege und eine Nachfrage, die seit Jahren stabil vom Inlandstourismus getragen wird. Deutsche Urlauber verbringen den Grossteil ihrer Reisen im eigenen Land, und ein erheblicher Teil davon entfaellt auf Ferienhaeuser und Ferienwohnungen statt auf Hotels. Das ist die wirtschaftliche Basis, auf der ein Kauf im Inland steht.
Gleichzeitig ist der deutsche Markt kein einheitlicher Markt. Zwischen einem Reetdachhaus auf Sylt, einem Holzhaus im Harz, einem Objekt am Tegernsee und einem Haus an der Mecklenburgischen Seenplatte liegen Preisunterschiede von mehreren Hundert Prozent pro Quadratmeter – und ebenso deutliche Unterschiede in Saisonlaenge, Auslastung und Betriebsaufwand. Wer ein Ferienhaus in Deutschland kaufen will, entscheidet daher nicht primaer ueber ein Gebaeude, sondern ueber eine Region und ein Nutzungsmodell.
Dieser Artikel gibt Ihnen den Ueberblick: die vier grossen Regionstypen, ihre Preis- und Nachfrageprofile, die realen Nebenkosten und die Fragen, die vor dem Notartermin geklaert sein sollten. Wenn Sie sich grundsaetzlich mit dem Thema befassen und noch keine Laenderentscheidung getroffen haben, finden Sie im Ueberblicksartikel ferienhaus kaufen die laenderuebergreifenden Grundlagen.
Die vier Regionstypen: Kueste, Mittelgebirge, Alpenvorland, Seen
Nord- und Ostseekueste
Die Kueste ist der bekannteste und teuerste Teilmarkt. Sylt, Föhr, Amrum, St. Peter-Ording, Fehmarn, Ruegen, Usedom und die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst haben eines gemeinsam: begrenztes Bauland, strenge Bebauungsplaene und eine Nachfrage, die das Angebot dauerhaft uebersteigt. Auf Sylt liegen Quadratmeterpreise fuer Bestandsobjekte regelmaessig im fuenfstelligen Bereich, auf Usedom oder Fehmarn deutlich darunter.
Die Nachfrage ist stark saisonal, aber laenger als oft angenommen: Juni bis September traegt den Umsatz, Ostern, Pfingsten, Herbstferien und Weihnachten/Silvester fuellen die Randzeiten. Wellnessorientierte Objekte mit Sauna und Kamin erreichen an der Ostsee Auslastungen, die auch im November und Februar nennenswerte Einnahmen bringen. Der entscheidende Punkt an der Kueste ist die Zweckentfremdungs- und Fremdenverkehrssatzung: In vielen Gemeinden ist die touristische Vermietung nur in ausgewiesenen Gebieten zulaessig. Diese Pruefung ist kein Detail, sondern die Grundlage des gesamten Geschaeftsmodells.
Mittelgebirge: Harz, Sauerland, Eifel, Schwarzwald, Bayerischer Wald
Die Mittelgebirge sind der Bereich mit dem guenstigsten Einstieg und – bei richtiger Standortwahl – der ausgeglichensten Ganzjahresnachfrage. Der Harz zieht Wanderer im Sommer, Mountainbiker im Herbst, Familien in den Winterferien und profitiert von seiner Lage im Einzugsgebiet von Hannover, Braunschweig, Kassel und Leipzig. Aehnliches gilt fuer das Sauerland mit Naehe zum Ruhrgebiet oder die Eifel mit Naehe zu Koeln, Bonn und den Niederlanden.
Praktisch relevant ist hier, dass professionell betriebene Ferienparks eine Alternative zum Einzelobjekt bieten. Das Projekt UplandParcs Harz zeigt das Prinzip: standardisierte Ferienhaeuser in einer Resortstruktur, zentrale Vermarktung, professionelles Facility Management und ein Betreiberkonzept, das Buchungsabwicklung, Reinigung und Instandhaltung uebernimmt. Fuer Kaeufer, die kein zweites Nebengewerbe aufbauen wollen, ist das der pragmatischere Weg als ein freistehendes Altbauhaus mit Sanierungsbedarf.
Alpenvorland und bayerische Alpen
Oberbayern und das Allgaeu bilden das obere Preissegment im Sueden. Tegernsee, Schliersee, Chiemsee, Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf profitieren von zwei starken Saisons, kaufkraeftigem Publikum aus dem Muenchner Raum und einem Nachfrageniveau, das weitgehend konjunkturunabhaengig ist. Die Kehrseite: sehr hohe Einstiegspreise, restriktive Genehmigungspraxis und in mehreren Gemeinden Zweitwohnungssteuern von bis zu 20 Prozent der Jahresrohmiete.
Wie das Premiumsegment im Alpenvorland aussieht, zeigen die Apartments am Tegernsee: hohe Ausstattungsstandards, kurze Distanz zu Muenchen, ein Markt mit sehr begrenztem Neubauangebot. Wer hier kauft, kalkuliert typischerweise mit moderaten laufenden Renditen und setzt einen groesseren Teil der Erwartung auf Wertstabilitaet und Eigennutzung.
Seenregionen im Binnenland
Die Mecklenburgische Seenplatte, das Brandenburger Seenland, die Lausitzer Seenlandschaft und der Bodensee bilden den vierten Typ. Wassernahe Lagen mit Bootsliegeplatz oder Steg erzielen deutliche Aufpreise, waehrend Objekte einige Kilometer vom Ufer entfernt spuerbar guenstiger sind. Die Nachfrage kommt stark aus Berlin, Hamburg und dem mitteldeutschen Raum, die Saison ist enger auf Mai bis September konzentriert als an der Ostsee.
Ein Vorteil dieser Regionen: Grundstuecke sind groesser und guenstiger, was Neubau und Erweiterung realistischer macht als an der Kueste. Ein Nachteil: Die Infrastruktur ist ausserhalb der Hauptorte duenner, und Objekte ohne Alleinstellungsmerkmal – Wasserlage, Sauna, Kaminofen, Hundefreundlichkeit – konkurrieren in einem gut gefuellten Angebot.
Vergleichstabelle: Wo lohnt sich der Kauf – und zu welchem Preis?
Die folgende Uebersicht ordnet die Regionen anhand typischer Marktwerte ein. Es handelt sich um Richtwerte fuer gut ausgestattete Ferienhaeuser in vermietbarer Lage; Einzelobjekte weichen erheblich ab.
Region | Kaufpreis pro m² (typ.) | Auslastung p.a. | Saisonprofil | Brutto-Renditeband | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
Sylt / Nordfriesische Inseln | 10.000 – 18.000 € | 60 – 75 % | Sommer stark, Randzeiten gut | 2,0 – 3,0 % | Sehr hohe Wertstabilitaet, harte Bebauungsvorgaben |
Ostsee (Ruegen, Usedom, Fehmarn) | 4.500 – 8.500 € | 60 – 75 % | Zwei Saisons, Wellness im Winter | 3,0 – 4,5 % | Guter Kompromiss aus Preis und Nachfrage |
Harz / Sauerland / Eifel | 2.200 – 4.000 € | 50 – 65 % | Ganzjahresnachfrage, Wandern & Bike | 4,0 – 6,0 % | Niedrigster Einstieg, Ferienparks verfuegbar |
Schwarzwald / Bayerischer Wald | 2.800 – 5.000 € | 50 – 65 % | Sommer und Winter ausgeglichen | 3,5 – 5,0 % | Starke Nachfrage auch aus dem Ausland |
Tegernsee / Chiemsee / Allgaeu | 9.000 – 16.000 € | 60 – 70 % | Winter und Sommer stark | 2,0 – 3,5 % | Zweitwohnungssteuer, knappes Angebot |
Mecklenburgische Seenplatte | 2.500 – 5.500 € | 45 – 60 % | Mai bis September dominiert | 3,5 – 5,0 % | Grosse Grundstuecke, Wasserlage entscheidend |
Der Aha-Moment steckt in der Spaltenkombination: Die teuersten Regionen liefern die niedrigsten laufenden Renditen, die guenstigsten Regionen die hoechsten. Sylt und Tegernsee sind Wertsicherungsmaerkte – man kauft Knappheit. Harz, Sauerland und Seenplatte sind Cashflow-Maerkte – man kauft Auslastung zu niedrigem Kapitaleinsatz. Beides ist legitim, aber es sind zwei verschiedene Investitionsentscheidungen, und die Verwechslung dieser beiden Logiken ist der haeufigste Fehler beim Ferienhauskauf im Inland.
Ferienhaus kaufen in Deutschland: Nebenkosten und laufender Aufwand
Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Beim Erwerb kommen hinzu:
Grunderwerbsteuer: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (u. a. Schleswig-Holstein, NRW, Brandenburg, Thueringen) – ein Unterschied, der bei 500.000 € Kaufpreis 15.000 € ausmacht.
Notar und Grundbuch: rund 1,5 – 2,0 %.
Maklerprovision: regional 3,0 – 3,57 % Kaeuferanteil, bei Neubauprojekten haeufig entfallend. Was das konkret bedeutet, erklaert der Beitrag was bedeutet provisionsfrei.
Damit liegen die Erwerbsnebenkosten je nach Bundesland zwischen etwa 5 und 12 Prozent. Im laufenden Betrieb sind zu kalkulieren: Vermittlungsprovision der Buchungsplattform oder Agentur (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waeschewechsel, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage (mindestens 1 % des Gebaeudewerts p. a.) und – in vielen Tourismusgemeinden – Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. Von der Bruttomieteinnahme bleiben nach Abzug dieser Positionen realistisch 55 bis 70 Prozent uebrig.
Rendite realistisch rechnen statt schaetzen
Genau an dieser Stelle trennen sich seriose von optimistischen Kalkulationen. Eine Wochenmiete von 1.400 € in der Hauptsaison klingt gut, aber entscheidend ist die Jahresmiete ueber alle Wochen inklusive Nebensaison und Leerstand – und danach der Abzug aller Betriebskosten. Ein Objekt im Harz mit 280.000 € Gesamtinvestition, 55 Prozent Auslastung und durchschnittlich 130 € Nettotagesrate erwirtschaftet brutto rund 26.000 €, netto nach Kosten etwa 15.000 bis 17.000 € – das ergibt eine ganz andere Kennzahl als die Bruttobetrachtung.
Wenn Sie Ihre eigenen Annahmen durchspielen moechten: Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living. Die methodischen Grundlagen – Bruttorendite, Nettorendite, Kaufpreisfaktor – finden Sie im Beitrag immobilien rendite berechnen. Wie sich Ferienimmobilien im Vergleich zu klassischer Dauervermietung wirtschaftlich verhalten, ordnet der Artikel ferienimmobilie als kapitalanlage ein.
Rechtliche Punkte, die vor dem Kauf geklaert sein muessen
Beim Ferienhauskauf in Deutschland entscheidet das Baurecht darueber, ob Vermietung ueberhaupt zulaessig ist. Prueflisten fuer den Notartermin:
Bebauungsplan und Nutzungsart: Liegt das Objekt in einem Sondergebiet Ferienhausgebiet, in einem Wohngebiet oder im Aussenbereich? In reinen Wohngebieten kann gewerbliche Kurzzeitvermietung untersagt sein.
Zweckentfremdungssatzung: Zahlreiche Kuesten- und Alpengemeinden begrenzen die touristische Nutzung von Wohnraum. Eine schriftliche Auskunft der Gemeinde ist belastbarer als die Zusicherung des Verkaeufers.
Baulasten, Wegerechte, Erschliessung: besonders in Seen- und Kuestenlagen relevant.
Steuerliche Einordnung: Bei Vermietung mit Serviceleistungen kann aus Vermietung und Verpachtung ein Gewerbebetrieb werden – mit Folgen fuer Gewerbesteuer und Spekulationsfrist. Die zehnjaehrige Haltefrist fuer den steuerfreien Verkauf gilt nur bei privater Vermoegensverwaltung.
Umsatzsteuer: Kurzfristige Beherbergung unterliegt 7 Prozent; bei Ueberschreiten der Kleinunternehmergrenze ist der Vorsteuerabzug moeglich, aber auch die Abfuehrungspflicht.
Bei Objekten in Wohnungseigentumsanlagen kommt die Teilungserklaerung hinzu: Untersagt sie die kurzzeitige Vermietung, ist das Modell hinfaellig. Details zur Wohnungsvariante behandelt der Beitrag ferienwohnung kaufen.
Eigennutzung und Vermietung sinnvoll verbinden
Die meisten Kaeufer im Inland wollen beides: selbst Urlaub machen und Einnahmen erzielen. Der Konflikt ist rechnerisch klar – jede selbst genutzte Hochsaisonwoche kostet Umsatz. Zwei Ansaetze funktionieren in der Praxis gut. Erstens: Eigennutzung konsequent in die Nebensaison legen, also Mai, Juni, September, Oktober oder ausserhalb der Schulferien. Zweitens: Ein Betreibermodell waehlen, in dem die Vermietung vollstaendig delegiert wird und ein festes Kontingent an Eigennutzungstagen vertraglich zugesichert ist.
Wichtig ist die steuerliche Konsequenz: Wer Werbungskosten voll geltend machen will, muss die Vermietungsabsicht nachweisen. Bei hoher Eigennutzung kuerzt das Finanzamt die Kosten anteilig. Eine Faustregel aus der Praxis: Unter 40 bis 50 Eigennutzungstagen pro Jahr bleibt die Kalkulation in beiden Dimensionen tragfaehig – darueber wird das Ferienhaus wirtschaftlich zur Zweitwohnung mit Nebeneinnahmen.
Deutschland im Vergleich zum Alpenraum
Ein kurzer Blick ueber die Grenze gehoert zur Einordnung: Oesterreichische Skiregionen erreichen in touristischen Widmungszonen haeufig hoehere Auslastungen und Renditen als vergleichbare deutsche Mittelgebirgslagen, verlangen aber Auseinandersetzung mit Grundverkehrsrecht und Betreibermodellen. Wer beide Maerkte abwaegen moechte, findet die laenderuebergreifende Systematik im Beitrag immobilien investment.
Fazit: Standort vor Objekt
Ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen ist wirtschaftlich dann sinnvoll, wenn drei Bedingungen erfuellt sind: Die touristische Vermietung ist am Standort rechtlich abgesichert, die Region hat mehr als eine tragfaehige Saison, und die Kalkulation basiert auf Nettozahlen statt auf Hochsaisonpreisen. Die Kueste bietet Wertstabilitaet bei niedriger laufender Rendite, die Mittelgebirge den guenstigsten Einstieg mit den besten Cashflow-Kennzahlen, das Alpenvorland ein Premiumsegment mit knappem Angebot, die Seenregionen viel Flaeche bei enger Saison.
Entscheiden Sie zuerst, welches Ziel dominiert – Wertsicherung, laufender Ertrag oder Eigennutzung. Aus dieser Antwort folgt die Region, und erst danach das Objekt.
Haeufige Fragen zum Ferienhauskauf in Deutschland
Wo lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses in Deutschland am meisten?
Fuer laufende Erträge liefern die Mittelgebirge – Harz, Sauerland, Eifel, Bayerischer Wald – aktuell die guenstigsten Kennzahlen: niedriger Einstiegspreis, Ganzjahresnachfrage und Naehe zu grossen Ballungsraeumen ergeben Bruttorenditen im Bereich von etwa 4 bis 6 Prozent. Fuer Wertstabilitaet sind Sylt, die Ostseeinseln und das oberbayerische Seenland vorzuziehen, dort liegen die laufenden Renditen aber meist unter 3 Prozent. Die Ostsee bildet den Mittelweg aus vertretbarem Preisniveau und zwei belastbaren Saisons.
Wie viel Eigenkapital brauche ich, um ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen?
Banken bewerten Ferienimmobilien konservativer als selbst genutzte Wohnhaeuser, weil die Einnahmen schwanken. Ueblich sind 25 bis 40 Prozent Eigenkapital, wobei die Erwerbsnebenkosten von 5 bis 12 Prozent grundsaetzlich aus eigenen Mitteln zu tragen sind. Bei einem Objekt von 300.000 € sollten Sie also mit 90.000 bis 140.000 € Eigenmitteln rechnen, zuzueglich Ruecklage fuer Erstausstattung und Moeblierung.
Darf ich ein gekauftes Ferienhaus in Deutschland ohne Weiteres vermieten?
Nein, das haengt von Bebauungsplan, Gemeindesatzung und – bei Eigentumswohnungen – Teilungserklaerung ab. In ausgewiesenen Ferienhausgebieten ist die Kurzzeitvermietung zulaessig, in reinen Wohngebieten und in Gemeinden mit Zweckentfremdungsverbot kann sie eingeschraenkt oder untersagt sein. Lassen Sie sich die Zulaessigkeit vor dem Kaufvertrag schriftlich von der Gemeinde bestaetigen; muendliche Auskuenfte des Verkaeufers sind keine belastbare Grundlage.
Welche laufenden Kosten fallen bei einem Ferienhaus in Deutschland an?
Kalkulieren Sie mit Vermittlungsprovision (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waesche, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage von mindestens 1 Prozent des Gebaeudewerts pro Jahr sowie ortsabhaengig Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. In der Summe verbleiben von den Bruttomieteinnahmen realistisch 55 bis 70 Prozent als Nettoueberschuss vor Finanzierung und Steuern.
Naechster Schritt
Wenn Sie konkrete Standorte, Betreibermodelle und Kalkulationen vergleichen moechten, finden Sie bei INVESTMENT & living gepruefte Ferienimmobilien-Projekte in Deutschland und im Alpenraum – mit transparenten Zahlen zu Auslastung, Betriebskosten und Ertragserwartung. Verschaffen Sie sich einen Ueberblick auf www.investmentandliving.com.
Ferienhaus kaufen in Deutschland: Was den Markt im Inland auszeichnet
Wer ein Ferienhaus kaufen in Deutschland plant, bewegt sich in einem Markt mit klaren Vorteilen: gleiche Rechtsordnung, gleiche Sprache, kurze Anfahrtswege und eine Nachfrage, die seit Jahren stabil vom Inlandstourismus getragen wird. Deutsche Urlauber verbringen den Grossteil ihrer Reisen im eigenen Land, und ein erheblicher Teil davon entfaellt auf Ferienhaeuser und Ferienwohnungen statt auf Hotels. Das ist die wirtschaftliche Basis, auf der ein Kauf im Inland steht.
Gleichzeitig ist der deutsche Markt kein einheitlicher Markt. Zwischen einem Reetdachhaus auf Sylt, einem Holzhaus im Harz, einem Objekt am Tegernsee und einem Haus an der Mecklenburgischen Seenplatte liegen Preisunterschiede von mehreren Hundert Prozent pro Quadratmeter – und ebenso deutliche Unterschiede in Saisonlaenge, Auslastung und Betriebsaufwand. Wer ein Ferienhaus in Deutschland kaufen will, entscheidet daher nicht primaer ueber ein Gebaeude, sondern ueber eine Region und ein Nutzungsmodell.
Dieser Artikel gibt Ihnen den Ueberblick: die vier grossen Regionstypen, ihre Preis- und Nachfrageprofile, die realen Nebenkosten und die Fragen, die vor dem Notartermin geklaert sein sollten. Wenn Sie sich grundsaetzlich mit dem Thema befassen und noch keine Laenderentscheidung getroffen haben, finden Sie im Ueberblicksartikel ferienhaus kaufen die laenderuebergreifenden Grundlagen.
Die vier Regionstypen: Kueste, Mittelgebirge, Alpenvorland, Seen
Nord- und Ostseekueste
Die Kueste ist der bekannteste und teuerste Teilmarkt. Sylt, Föhr, Amrum, St. Peter-Ording, Fehmarn, Ruegen, Usedom und die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst haben eines gemeinsam: begrenztes Bauland, strenge Bebauungsplaene und eine Nachfrage, die das Angebot dauerhaft uebersteigt. Auf Sylt liegen Quadratmeterpreise fuer Bestandsobjekte regelmaessig im fuenfstelligen Bereich, auf Usedom oder Fehmarn deutlich darunter.
Die Nachfrage ist stark saisonal, aber laenger als oft angenommen: Juni bis September traegt den Umsatz, Ostern, Pfingsten, Herbstferien und Weihnachten/Silvester fuellen die Randzeiten. Wellnessorientierte Objekte mit Sauna und Kamin erreichen an der Ostsee Auslastungen, die auch im November und Februar nennenswerte Einnahmen bringen. Der entscheidende Punkt an der Kueste ist die Zweckentfremdungs- und Fremdenverkehrssatzung: In vielen Gemeinden ist die touristische Vermietung nur in ausgewiesenen Gebieten zulaessig. Diese Pruefung ist kein Detail, sondern die Grundlage des gesamten Geschaeftsmodells.
Mittelgebirge: Harz, Sauerland, Eifel, Schwarzwald, Bayerischer Wald
Die Mittelgebirge sind der Bereich mit dem guenstigsten Einstieg und – bei richtiger Standortwahl – der ausgeglichensten Ganzjahresnachfrage. Der Harz zieht Wanderer im Sommer, Mountainbiker im Herbst, Familien in den Winterferien und profitiert von seiner Lage im Einzugsgebiet von Hannover, Braunschweig, Kassel und Leipzig. Aehnliches gilt fuer das Sauerland mit Naehe zum Ruhrgebiet oder die Eifel mit Naehe zu Koeln, Bonn und den Niederlanden.
Praktisch relevant ist hier, dass professionell betriebene Ferienparks eine Alternative zum Einzelobjekt bieten. Das Projekt UplandParcs Harz zeigt das Prinzip: standardisierte Ferienhaeuser in einer Resortstruktur, zentrale Vermarktung, professionelles Facility Management und ein Betreiberkonzept, das Buchungsabwicklung, Reinigung und Instandhaltung uebernimmt. Fuer Kaeufer, die kein zweites Nebengewerbe aufbauen wollen, ist das der pragmatischere Weg als ein freistehendes Altbauhaus mit Sanierungsbedarf.
Alpenvorland und bayerische Alpen
Oberbayern und das Allgaeu bilden das obere Preissegment im Sueden. Tegernsee, Schliersee, Chiemsee, Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf profitieren von zwei starken Saisons, kaufkraeftigem Publikum aus dem Muenchner Raum und einem Nachfrageniveau, das weitgehend konjunkturunabhaengig ist. Die Kehrseite: sehr hohe Einstiegspreise, restriktive Genehmigungspraxis und in mehreren Gemeinden Zweitwohnungssteuern von bis zu 20 Prozent der Jahresrohmiete.
Wie das Premiumsegment im Alpenvorland aussieht, zeigen die Apartments am Tegernsee: hohe Ausstattungsstandards, kurze Distanz zu Muenchen, ein Markt mit sehr begrenztem Neubauangebot. Wer hier kauft, kalkuliert typischerweise mit moderaten laufenden Renditen und setzt einen groesseren Teil der Erwartung auf Wertstabilitaet und Eigennutzung.
Seenregionen im Binnenland
Die Mecklenburgische Seenplatte, das Brandenburger Seenland, die Lausitzer Seenlandschaft und der Bodensee bilden den vierten Typ. Wassernahe Lagen mit Bootsliegeplatz oder Steg erzielen deutliche Aufpreise, waehrend Objekte einige Kilometer vom Ufer entfernt spuerbar guenstiger sind. Die Nachfrage kommt stark aus Berlin, Hamburg und dem mitteldeutschen Raum, die Saison ist enger auf Mai bis September konzentriert als an der Ostsee.
Ein Vorteil dieser Regionen: Grundstuecke sind groesser und guenstiger, was Neubau und Erweiterung realistischer macht als an der Kueste. Ein Nachteil: Die Infrastruktur ist ausserhalb der Hauptorte duenner, und Objekte ohne Alleinstellungsmerkmal – Wasserlage, Sauna, Kaminofen, Hundefreundlichkeit – konkurrieren in einem gut gefuellten Angebot.
Vergleichstabelle: Wo lohnt sich der Kauf – und zu welchem Preis?
Die folgende Uebersicht ordnet die Regionen anhand typischer Marktwerte ein. Es handelt sich um Richtwerte fuer gut ausgestattete Ferienhaeuser in vermietbarer Lage; Einzelobjekte weichen erheblich ab.
Region | Kaufpreis pro m² (typ.) | Auslastung p.a. | Saisonprofil | Brutto-Renditeband | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
Sylt / Nordfriesische Inseln | 10.000 – 18.000 € | 60 – 75 % | Sommer stark, Randzeiten gut | 2,0 – 3,0 % | Sehr hohe Wertstabilitaet, harte Bebauungsvorgaben |
Ostsee (Ruegen, Usedom, Fehmarn) | 4.500 – 8.500 € | 60 – 75 % | Zwei Saisons, Wellness im Winter | 3,0 – 4,5 % | Guter Kompromiss aus Preis und Nachfrage |
Harz / Sauerland / Eifel | 2.200 – 4.000 € | 50 – 65 % | Ganzjahresnachfrage, Wandern & Bike | 4,0 – 6,0 % | Niedrigster Einstieg, Ferienparks verfuegbar |
Schwarzwald / Bayerischer Wald | 2.800 – 5.000 € | 50 – 65 % | Sommer und Winter ausgeglichen | 3,5 – 5,0 % | Starke Nachfrage auch aus dem Ausland |
Tegernsee / Chiemsee / Allgaeu | 9.000 – 16.000 € | 60 – 70 % | Winter und Sommer stark | 2,0 – 3,5 % | Zweitwohnungssteuer, knappes Angebot |
Mecklenburgische Seenplatte | 2.500 – 5.500 € | 45 – 60 % | Mai bis September dominiert | 3,5 – 5,0 % | Grosse Grundstuecke, Wasserlage entscheidend |
Der Aha-Moment steckt in der Spaltenkombination: Die teuersten Regionen liefern die niedrigsten laufenden Renditen, die guenstigsten Regionen die hoechsten. Sylt und Tegernsee sind Wertsicherungsmaerkte – man kauft Knappheit. Harz, Sauerland und Seenplatte sind Cashflow-Maerkte – man kauft Auslastung zu niedrigem Kapitaleinsatz. Beides ist legitim, aber es sind zwei verschiedene Investitionsentscheidungen, und die Verwechslung dieser beiden Logiken ist der haeufigste Fehler beim Ferienhauskauf im Inland.
Ferienhaus kaufen in Deutschland: Nebenkosten und laufender Aufwand
Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Beim Erwerb kommen hinzu:
Grunderwerbsteuer: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (u. a. Schleswig-Holstein, NRW, Brandenburg, Thueringen) – ein Unterschied, der bei 500.000 € Kaufpreis 15.000 € ausmacht.
Notar und Grundbuch: rund 1,5 – 2,0 %.
Maklerprovision: regional 3,0 – 3,57 % Kaeuferanteil, bei Neubauprojekten haeufig entfallend. Was das konkret bedeutet, erklaert der Beitrag was bedeutet provisionsfrei.
Damit liegen die Erwerbsnebenkosten je nach Bundesland zwischen etwa 5 und 12 Prozent. Im laufenden Betrieb sind zu kalkulieren: Vermittlungsprovision der Buchungsplattform oder Agentur (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waeschewechsel, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage (mindestens 1 % des Gebaeudewerts p. a.) und – in vielen Tourismusgemeinden – Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. Von der Bruttomieteinnahme bleiben nach Abzug dieser Positionen realistisch 55 bis 70 Prozent uebrig.
Rendite realistisch rechnen statt schaetzen
Genau an dieser Stelle trennen sich seriose von optimistischen Kalkulationen. Eine Wochenmiete von 1.400 € in der Hauptsaison klingt gut, aber entscheidend ist die Jahresmiete ueber alle Wochen inklusive Nebensaison und Leerstand – und danach der Abzug aller Betriebskosten. Ein Objekt im Harz mit 280.000 € Gesamtinvestition, 55 Prozent Auslastung und durchschnittlich 130 € Nettotagesrate erwirtschaftet brutto rund 26.000 €, netto nach Kosten etwa 15.000 bis 17.000 € – das ergibt eine ganz andere Kennzahl als die Bruttobetrachtung.
Wenn Sie Ihre eigenen Annahmen durchspielen moechten: Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living. Die methodischen Grundlagen – Bruttorendite, Nettorendite, Kaufpreisfaktor – finden Sie im Beitrag immobilien rendite berechnen. Wie sich Ferienimmobilien im Vergleich zu klassischer Dauervermietung wirtschaftlich verhalten, ordnet der Artikel ferienimmobilie als kapitalanlage ein.
Rechtliche Punkte, die vor dem Kauf geklaert sein muessen
Beim Ferienhauskauf in Deutschland entscheidet das Baurecht darueber, ob Vermietung ueberhaupt zulaessig ist. Prueflisten fuer den Notartermin:
Bebauungsplan und Nutzungsart: Liegt das Objekt in einem Sondergebiet Ferienhausgebiet, in einem Wohngebiet oder im Aussenbereich? In reinen Wohngebieten kann gewerbliche Kurzzeitvermietung untersagt sein.
Zweckentfremdungssatzung: Zahlreiche Kuesten- und Alpengemeinden begrenzen die touristische Nutzung von Wohnraum. Eine schriftliche Auskunft der Gemeinde ist belastbarer als die Zusicherung des Verkaeufers.
Baulasten, Wegerechte, Erschliessung: besonders in Seen- und Kuestenlagen relevant.
Steuerliche Einordnung: Bei Vermietung mit Serviceleistungen kann aus Vermietung und Verpachtung ein Gewerbebetrieb werden – mit Folgen fuer Gewerbesteuer und Spekulationsfrist. Die zehnjaehrige Haltefrist fuer den steuerfreien Verkauf gilt nur bei privater Vermoegensverwaltung.
Umsatzsteuer: Kurzfristige Beherbergung unterliegt 7 Prozent; bei Ueberschreiten der Kleinunternehmergrenze ist der Vorsteuerabzug moeglich, aber auch die Abfuehrungspflicht.
Bei Objekten in Wohnungseigentumsanlagen kommt die Teilungserklaerung hinzu: Untersagt sie die kurzzeitige Vermietung, ist das Modell hinfaellig. Details zur Wohnungsvariante behandelt der Beitrag ferienwohnung kaufen.
Eigennutzung und Vermietung sinnvoll verbinden
Die meisten Kaeufer im Inland wollen beides: selbst Urlaub machen und Einnahmen erzielen. Der Konflikt ist rechnerisch klar – jede selbst genutzte Hochsaisonwoche kostet Umsatz. Zwei Ansaetze funktionieren in der Praxis gut. Erstens: Eigennutzung konsequent in die Nebensaison legen, also Mai, Juni, September, Oktober oder ausserhalb der Schulferien. Zweitens: Ein Betreibermodell waehlen, in dem die Vermietung vollstaendig delegiert wird und ein festes Kontingent an Eigennutzungstagen vertraglich zugesichert ist.
Wichtig ist die steuerliche Konsequenz: Wer Werbungskosten voll geltend machen will, muss die Vermietungsabsicht nachweisen. Bei hoher Eigennutzung kuerzt das Finanzamt die Kosten anteilig. Eine Faustregel aus der Praxis: Unter 40 bis 50 Eigennutzungstagen pro Jahr bleibt die Kalkulation in beiden Dimensionen tragfaehig – darueber wird das Ferienhaus wirtschaftlich zur Zweitwohnung mit Nebeneinnahmen.
Deutschland im Vergleich zum Alpenraum
Ein kurzer Blick ueber die Grenze gehoert zur Einordnung: Oesterreichische Skiregionen erreichen in touristischen Widmungszonen haeufig hoehere Auslastungen und Renditen als vergleichbare deutsche Mittelgebirgslagen, verlangen aber Auseinandersetzung mit Grundverkehrsrecht und Betreibermodellen. Wer beide Maerkte abwaegen moechte, findet die laenderuebergreifende Systematik im Beitrag immobilien investment.
Fazit: Standort vor Objekt
Ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen ist wirtschaftlich dann sinnvoll, wenn drei Bedingungen erfuellt sind: Die touristische Vermietung ist am Standort rechtlich abgesichert, die Region hat mehr als eine tragfaehige Saison, und die Kalkulation basiert auf Nettozahlen statt auf Hochsaisonpreisen. Die Kueste bietet Wertstabilitaet bei niedriger laufender Rendite, die Mittelgebirge den guenstigsten Einstieg mit den besten Cashflow-Kennzahlen, das Alpenvorland ein Premiumsegment mit knappem Angebot, die Seenregionen viel Flaeche bei enger Saison.
Entscheiden Sie zuerst, welches Ziel dominiert – Wertsicherung, laufender Ertrag oder Eigennutzung. Aus dieser Antwort folgt die Region, und erst danach das Objekt.
Haeufige Fragen zum Ferienhauskauf in Deutschland
Wo lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses in Deutschland am meisten?
Fuer laufende Erträge liefern die Mittelgebirge – Harz, Sauerland, Eifel, Bayerischer Wald – aktuell die guenstigsten Kennzahlen: niedriger Einstiegspreis, Ganzjahresnachfrage und Naehe zu grossen Ballungsraeumen ergeben Bruttorenditen im Bereich von etwa 4 bis 6 Prozent. Fuer Wertstabilitaet sind Sylt, die Ostseeinseln und das oberbayerische Seenland vorzuziehen, dort liegen die laufenden Renditen aber meist unter 3 Prozent. Die Ostsee bildet den Mittelweg aus vertretbarem Preisniveau und zwei belastbaren Saisons.
Wie viel Eigenkapital brauche ich, um ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen?
Banken bewerten Ferienimmobilien konservativer als selbst genutzte Wohnhaeuser, weil die Einnahmen schwanken. Ueblich sind 25 bis 40 Prozent Eigenkapital, wobei die Erwerbsnebenkosten von 5 bis 12 Prozent grundsaetzlich aus eigenen Mitteln zu tragen sind. Bei einem Objekt von 300.000 € sollten Sie also mit 90.000 bis 140.000 € Eigenmitteln rechnen, zuzueglich Ruecklage fuer Erstausstattung und Moeblierung.
Darf ich ein gekauftes Ferienhaus in Deutschland ohne Weiteres vermieten?
Nein, das haengt von Bebauungsplan, Gemeindesatzung und – bei Eigentumswohnungen – Teilungserklaerung ab. In ausgewiesenen Ferienhausgebieten ist die Kurzzeitvermietung zulaessig, in reinen Wohngebieten und in Gemeinden mit Zweckentfremdungsverbot kann sie eingeschraenkt oder untersagt sein. Lassen Sie sich die Zulaessigkeit vor dem Kaufvertrag schriftlich von der Gemeinde bestaetigen; muendliche Auskuenfte des Verkaeufers sind keine belastbare Grundlage.
Welche laufenden Kosten fallen bei einem Ferienhaus in Deutschland an?
Kalkulieren Sie mit Vermittlungsprovision (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waesche, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage von mindestens 1 Prozent des Gebaeudewerts pro Jahr sowie ortsabhaengig Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. In der Summe verbleiben von den Bruttomieteinnahmen realistisch 55 bis 70 Prozent als Nettoueberschuss vor Finanzierung und Steuern.
Naechster Schritt
Wenn Sie konkrete Standorte, Betreibermodelle und Kalkulationen vergleichen moechten, finden Sie bei INVESTMENT & living gepruefte Ferienimmobilien-Projekte in Deutschland und im Alpenraum – mit transparenten Zahlen zu Auslastung, Betriebskosten und Ertragserwartung. Verschaffen Sie sich einen Ueberblick auf www.investmentandliving.com.
Ferienhaus kaufen in Deutschland: Was den Markt im Inland auszeichnet
Wer ein Ferienhaus kaufen in Deutschland plant, bewegt sich in einem Markt mit klaren Vorteilen: gleiche Rechtsordnung, gleiche Sprache, kurze Anfahrtswege und eine Nachfrage, die seit Jahren stabil vom Inlandstourismus getragen wird. Deutsche Urlauber verbringen den Grossteil ihrer Reisen im eigenen Land, und ein erheblicher Teil davon entfaellt auf Ferienhaeuser und Ferienwohnungen statt auf Hotels. Das ist die wirtschaftliche Basis, auf der ein Kauf im Inland steht.
Gleichzeitig ist der deutsche Markt kein einheitlicher Markt. Zwischen einem Reetdachhaus auf Sylt, einem Holzhaus im Harz, einem Objekt am Tegernsee und einem Haus an der Mecklenburgischen Seenplatte liegen Preisunterschiede von mehreren Hundert Prozent pro Quadratmeter – und ebenso deutliche Unterschiede in Saisonlaenge, Auslastung und Betriebsaufwand. Wer ein Ferienhaus in Deutschland kaufen will, entscheidet daher nicht primaer ueber ein Gebaeude, sondern ueber eine Region und ein Nutzungsmodell.
Dieser Artikel gibt Ihnen den Ueberblick: die vier grossen Regionstypen, ihre Preis- und Nachfrageprofile, die realen Nebenkosten und die Fragen, die vor dem Notartermin geklaert sein sollten. Wenn Sie sich grundsaetzlich mit dem Thema befassen und noch keine Laenderentscheidung getroffen haben, finden Sie im Ueberblicksartikel ferienhaus kaufen die laenderuebergreifenden Grundlagen.
Die vier Regionstypen: Kueste, Mittelgebirge, Alpenvorland, Seen
Nord- und Ostseekueste
Die Kueste ist der bekannteste und teuerste Teilmarkt. Sylt, Föhr, Amrum, St. Peter-Ording, Fehmarn, Ruegen, Usedom und die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst haben eines gemeinsam: begrenztes Bauland, strenge Bebauungsplaene und eine Nachfrage, die das Angebot dauerhaft uebersteigt. Auf Sylt liegen Quadratmeterpreise fuer Bestandsobjekte regelmaessig im fuenfstelligen Bereich, auf Usedom oder Fehmarn deutlich darunter.
Die Nachfrage ist stark saisonal, aber laenger als oft angenommen: Juni bis September traegt den Umsatz, Ostern, Pfingsten, Herbstferien und Weihnachten/Silvester fuellen die Randzeiten. Wellnessorientierte Objekte mit Sauna und Kamin erreichen an der Ostsee Auslastungen, die auch im November und Februar nennenswerte Einnahmen bringen. Der entscheidende Punkt an der Kueste ist die Zweckentfremdungs- und Fremdenverkehrssatzung: In vielen Gemeinden ist die touristische Vermietung nur in ausgewiesenen Gebieten zulaessig. Diese Pruefung ist kein Detail, sondern die Grundlage des gesamten Geschaeftsmodells.
Mittelgebirge: Harz, Sauerland, Eifel, Schwarzwald, Bayerischer Wald
Die Mittelgebirge sind der Bereich mit dem guenstigsten Einstieg und – bei richtiger Standortwahl – der ausgeglichensten Ganzjahresnachfrage. Der Harz zieht Wanderer im Sommer, Mountainbiker im Herbst, Familien in den Winterferien und profitiert von seiner Lage im Einzugsgebiet von Hannover, Braunschweig, Kassel und Leipzig. Aehnliches gilt fuer das Sauerland mit Naehe zum Ruhrgebiet oder die Eifel mit Naehe zu Koeln, Bonn und den Niederlanden.
Praktisch relevant ist hier, dass professionell betriebene Ferienparks eine Alternative zum Einzelobjekt bieten. Das Projekt UplandParcs Harz zeigt das Prinzip: standardisierte Ferienhaeuser in einer Resortstruktur, zentrale Vermarktung, professionelles Facility Management und ein Betreiberkonzept, das Buchungsabwicklung, Reinigung und Instandhaltung uebernimmt. Fuer Kaeufer, die kein zweites Nebengewerbe aufbauen wollen, ist das der pragmatischere Weg als ein freistehendes Altbauhaus mit Sanierungsbedarf.
Alpenvorland und bayerische Alpen
Oberbayern und das Allgaeu bilden das obere Preissegment im Sueden. Tegernsee, Schliersee, Chiemsee, Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf profitieren von zwei starken Saisons, kaufkraeftigem Publikum aus dem Muenchner Raum und einem Nachfrageniveau, das weitgehend konjunkturunabhaengig ist. Die Kehrseite: sehr hohe Einstiegspreise, restriktive Genehmigungspraxis und in mehreren Gemeinden Zweitwohnungssteuern von bis zu 20 Prozent der Jahresrohmiete.
Wie das Premiumsegment im Alpenvorland aussieht, zeigen die Apartments am Tegernsee: hohe Ausstattungsstandards, kurze Distanz zu Muenchen, ein Markt mit sehr begrenztem Neubauangebot. Wer hier kauft, kalkuliert typischerweise mit moderaten laufenden Renditen und setzt einen groesseren Teil der Erwartung auf Wertstabilitaet und Eigennutzung.
Seenregionen im Binnenland
Die Mecklenburgische Seenplatte, das Brandenburger Seenland, die Lausitzer Seenlandschaft und der Bodensee bilden den vierten Typ. Wassernahe Lagen mit Bootsliegeplatz oder Steg erzielen deutliche Aufpreise, waehrend Objekte einige Kilometer vom Ufer entfernt spuerbar guenstiger sind. Die Nachfrage kommt stark aus Berlin, Hamburg und dem mitteldeutschen Raum, die Saison ist enger auf Mai bis September konzentriert als an der Ostsee.
Ein Vorteil dieser Regionen: Grundstuecke sind groesser und guenstiger, was Neubau und Erweiterung realistischer macht als an der Kueste. Ein Nachteil: Die Infrastruktur ist ausserhalb der Hauptorte duenner, und Objekte ohne Alleinstellungsmerkmal – Wasserlage, Sauna, Kaminofen, Hundefreundlichkeit – konkurrieren in einem gut gefuellten Angebot.
Vergleichstabelle: Wo lohnt sich der Kauf – und zu welchem Preis?
Die folgende Uebersicht ordnet die Regionen anhand typischer Marktwerte ein. Es handelt sich um Richtwerte fuer gut ausgestattete Ferienhaeuser in vermietbarer Lage; Einzelobjekte weichen erheblich ab.
Region | Kaufpreis pro m² (typ.) | Auslastung p.a. | Saisonprofil | Brutto-Renditeband | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
Sylt / Nordfriesische Inseln | 10.000 – 18.000 € | 60 – 75 % | Sommer stark, Randzeiten gut | 2,0 – 3,0 % | Sehr hohe Wertstabilitaet, harte Bebauungsvorgaben |
Ostsee (Ruegen, Usedom, Fehmarn) | 4.500 – 8.500 € | 60 – 75 % | Zwei Saisons, Wellness im Winter | 3,0 – 4,5 % | Guter Kompromiss aus Preis und Nachfrage |
Harz / Sauerland / Eifel | 2.200 – 4.000 € | 50 – 65 % | Ganzjahresnachfrage, Wandern & Bike | 4,0 – 6,0 % | Niedrigster Einstieg, Ferienparks verfuegbar |
Schwarzwald / Bayerischer Wald | 2.800 – 5.000 € | 50 – 65 % | Sommer und Winter ausgeglichen | 3,5 – 5,0 % | Starke Nachfrage auch aus dem Ausland |
Tegernsee / Chiemsee / Allgaeu | 9.000 – 16.000 € | 60 – 70 % | Winter und Sommer stark | 2,0 – 3,5 % | Zweitwohnungssteuer, knappes Angebot |
Mecklenburgische Seenplatte | 2.500 – 5.500 € | 45 – 60 % | Mai bis September dominiert | 3,5 – 5,0 % | Grosse Grundstuecke, Wasserlage entscheidend |
Der Aha-Moment steckt in der Spaltenkombination: Die teuersten Regionen liefern die niedrigsten laufenden Renditen, die guenstigsten Regionen die hoechsten. Sylt und Tegernsee sind Wertsicherungsmaerkte – man kauft Knappheit. Harz, Sauerland und Seenplatte sind Cashflow-Maerkte – man kauft Auslastung zu niedrigem Kapitaleinsatz. Beides ist legitim, aber es sind zwei verschiedene Investitionsentscheidungen, und die Verwechslung dieser beiden Logiken ist der haeufigste Fehler beim Ferienhauskauf im Inland.
Ferienhaus kaufen in Deutschland: Nebenkosten und laufender Aufwand
Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Beim Erwerb kommen hinzu:
Grunderwerbsteuer: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (u. a. Schleswig-Holstein, NRW, Brandenburg, Thueringen) – ein Unterschied, der bei 500.000 € Kaufpreis 15.000 € ausmacht.
Notar und Grundbuch: rund 1,5 – 2,0 %.
Maklerprovision: regional 3,0 – 3,57 % Kaeuferanteil, bei Neubauprojekten haeufig entfallend. Was das konkret bedeutet, erklaert der Beitrag was bedeutet provisionsfrei.
Damit liegen die Erwerbsnebenkosten je nach Bundesland zwischen etwa 5 und 12 Prozent. Im laufenden Betrieb sind zu kalkulieren: Vermittlungsprovision der Buchungsplattform oder Agentur (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waeschewechsel, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage (mindestens 1 % des Gebaeudewerts p. a.) und – in vielen Tourismusgemeinden – Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. Von der Bruttomieteinnahme bleiben nach Abzug dieser Positionen realistisch 55 bis 70 Prozent uebrig.
Rendite realistisch rechnen statt schaetzen
Genau an dieser Stelle trennen sich seriose von optimistischen Kalkulationen. Eine Wochenmiete von 1.400 € in der Hauptsaison klingt gut, aber entscheidend ist die Jahresmiete ueber alle Wochen inklusive Nebensaison und Leerstand – und danach der Abzug aller Betriebskosten. Ein Objekt im Harz mit 280.000 € Gesamtinvestition, 55 Prozent Auslastung und durchschnittlich 130 € Nettotagesrate erwirtschaftet brutto rund 26.000 €, netto nach Kosten etwa 15.000 bis 17.000 € – das ergibt eine ganz andere Kennzahl als die Bruttobetrachtung.
Wenn Sie Ihre eigenen Annahmen durchspielen moechten: Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living. Die methodischen Grundlagen – Bruttorendite, Nettorendite, Kaufpreisfaktor – finden Sie im Beitrag immobilien rendite berechnen. Wie sich Ferienimmobilien im Vergleich zu klassischer Dauervermietung wirtschaftlich verhalten, ordnet der Artikel ferienimmobilie als kapitalanlage ein.
Rechtliche Punkte, die vor dem Kauf geklaert sein muessen
Beim Ferienhauskauf in Deutschland entscheidet das Baurecht darueber, ob Vermietung ueberhaupt zulaessig ist. Prueflisten fuer den Notartermin:
Bebauungsplan und Nutzungsart: Liegt das Objekt in einem Sondergebiet Ferienhausgebiet, in einem Wohngebiet oder im Aussenbereich? In reinen Wohngebieten kann gewerbliche Kurzzeitvermietung untersagt sein.
Zweckentfremdungssatzung: Zahlreiche Kuesten- und Alpengemeinden begrenzen die touristische Nutzung von Wohnraum. Eine schriftliche Auskunft der Gemeinde ist belastbarer als die Zusicherung des Verkaeufers.
Baulasten, Wegerechte, Erschliessung: besonders in Seen- und Kuestenlagen relevant.
Steuerliche Einordnung: Bei Vermietung mit Serviceleistungen kann aus Vermietung und Verpachtung ein Gewerbebetrieb werden – mit Folgen fuer Gewerbesteuer und Spekulationsfrist. Die zehnjaehrige Haltefrist fuer den steuerfreien Verkauf gilt nur bei privater Vermoegensverwaltung.
Umsatzsteuer: Kurzfristige Beherbergung unterliegt 7 Prozent; bei Ueberschreiten der Kleinunternehmergrenze ist der Vorsteuerabzug moeglich, aber auch die Abfuehrungspflicht.
Bei Objekten in Wohnungseigentumsanlagen kommt die Teilungserklaerung hinzu: Untersagt sie die kurzzeitige Vermietung, ist das Modell hinfaellig. Details zur Wohnungsvariante behandelt der Beitrag ferienwohnung kaufen.
Eigennutzung und Vermietung sinnvoll verbinden
Die meisten Kaeufer im Inland wollen beides: selbst Urlaub machen und Einnahmen erzielen. Der Konflikt ist rechnerisch klar – jede selbst genutzte Hochsaisonwoche kostet Umsatz. Zwei Ansaetze funktionieren in der Praxis gut. Erstens: Eigennutzung konsequent in die Nebensaison legen, also Mai, Juni, September, Oktober oder ausserhalb der Schulferien. Zweitens: Ein Betreibermodell waehlen, in dem die Vermietung vollstaendig delegiert wird und ein festes Kontingent an Eigennutzungstagen vertraglich zugesichert ist.
Wichtig ist die steuerliche Konsequenz: Wer Werbungskosten voll geltend machen will, muss die Vermietungsabsicht nachweisen. Bei hoher Eigennutzung kuerzt das Finanzamt die Kosten anteilig. Eine Faustregel aus der Praxis: Unter 40 bis 50 Eigennutzungstagen pro Jahr bleibt die Kalkulation in beiden Dimensionen tragfaehig – darueber wird das Ferienhaus wirtschaftlich zur Zweitwohnung mit Nebeneinnahmen.
Deutschland im Vergleich zum Alpenraum
Ein kurzer Blick ueber die Grenze gehoert zur Einordnung: Oesterreichische Skiregionen erreichen in touristischen Widmungszonen haeufig hoehere Auslastungen und Renditen als vergleichbare deutsche Mittelgebirgslagen, verlangen aber Auseinandersetzung mit Grundverkehrsrecht und Betreibermodellen. Wer beide Maerkte abwaegen moechte, findet die laenderuebergreifende Systematik im Beitrag immobilien investment.
Fazit: Standort vor Objekt
Ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen ist wirtschaftlich dann sinnvoll, wenn drei Bedingungen erfuellt sind: Die touristische Vermietung ist am Standort rechtlich abgesichert, die Region hat mehr als eine tragfaehige Saison, und die Kalkulation basiert auf Nettozahlen statt auf Hochsaisonpreisen. Die Kueste bietet Wertstabilitaet bei niedriger laufender Rendite, die Mittelgebirge den guenstigsten Einstieg mit den besten Cashflow-Kennzahlen, das Alpenvorland ein Premiumsegment mit knappem Angebot, die Seenregionen viel Flaeche bei enger Saison.
Entscheiden Sie zuerst, welches Ziel dominiert – Wertsicherung, laufender Ertrag oder Eigennutzung. Aus dieser Antwort folgt die Region, und erst danach das Objekt.
Haeufige Fragen zum Ferienhauskauf in Deutschland
Wo lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses in Deutschland am meisten?
Fuer laufende Erträge liefern die Mittelgebirge – Harz, Sauerland, Eifel, Bayerischer Wald – aktuell die guenstigsten Kennzahlen: niedriger Einstiegspreis, Ganzjahresnachfrage und Naehe zu grossen Ballungsraeumen ergeben Bruttorenditen im Bereich von etwa 4 bis 6 Prozent. Fuer Wertstabilitaet sind Sylt, die Ostseeinseln und das oberbayerische Seenland vorzuziehen, dort liegen die laufenden Renditen aber meist unter 3 Prozent. Die Ostsee bildet den Mittelweg aus vertretbarem Preisniveau und zwei belastbaren Saisons.
Wie viel Eigenkapital brauche ich, um ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen?
Banken bewerten Ferienimmobilien konservativer als selbst genutzte Wohnhaeuser, weil die Einnahmen schwanken. Ueblich sind 25 bis 40 Prozent Eigenkapital, wobei die Erwerbsnebenkosten von 5 bis 12 Prozent grundsaetzlich aus eigenen Mitteln zu tragen sind. Bei einem Objekt von 300.000 € sollten Sie also mit 90.000 bis 140.000 € Eigenmitteln rechnen, zuzueglich Ruecklage fuer Erstausstattung und Moeblierung.
Darf ich ein gekauftes Ferienhaus in Deutschland ohne Weiteres vermieten?
Nein, das haengt von Bebauungsplan, Gemeindesatzung und – bei Eigentumswohnungen – Teilungserklaerung ab. In ausgewiesenen Ferienhausgebieten ist die Kurzzeitvermietung zulaessig, in reinen Wohngebieten und in Gemeinden mit Zweckentfremdungsverbot kann sie eingeschraenkt oder untersagt sein. Lassen Sie sich die Zulaessigkeit vor dem Kaufvertrag schriftlich von der Gemeinde bestaetigen; muendliche Auskuenfte des Verkaeufers sind keine belastbare Grundlage.
Welche laufenden Kosten fallen bei einem Ferienhaus in Deutschland an?
Kalkulieren Sie mit Vermittlungsprovision (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waesche, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage von mindestens 1 Prozent des Gebaeudewerts pro Jahr sowie ortsabhaengig Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. In der Summe verbleiben von den Bruttomieteinnahmen realistisch 55 bis 70 Prozent als Nettoueberschuss vor Finanzierung und Steuern.
Naechster Schritt
Wenn Sie konkrete Standorte, Betreibermodelle und Kalkulationen vergleichen moechten, finden Sie bei INVESTMENT & living gepruefte Ferienimmobilien-Projekte in Deutschland und im Alpenraum – mit transparenten Zahlen zu Auslastung, Betriebskosten und Ertragserwartung. Verschaffen Sie sich einen Ueberblick auf www.investmentandliving.com.
Ferienhaus kaufen in Deutschland: Was den Markt im Inland auszeichnet
Wer ein Ferienhaus kaufen in Deutschland plant, bewegt sich in einem Markt mit klaren Vorteilen: gleiche Rechtsordnung, gleiche Sprache, kurze Anfahrtswege und eine Nachfrage, die seit Jahren stabil vom Inlandstourismus getragen wird. Deutsche Urlauber verbringen den Grossteil ihrer Reisen im eigenen Land, und ein erheblicher Teil davon entfaellt auf Ferienhaeuser und Ferienwohnungen statt auf Hotels. Das ist die wirtschaftliche Basis, auf der ein Kauf im Inland steht.
Gleichzeitig ist der deutsche Markt kein einheitlicher Markt. Zwischen einem Reetdachhaus auf Sylt, einem Holzhaus im Harz, einem Objekt am Tegernsee und einem Haus an der Mecklenburgischen Seenplatte liegen Preisunterschiede von mehreren Hundert Prozent pro Quadratmeter – und ebenso deutliche Unterschiede in Saisonlaenge, Auslastung und Betriebsaufwand. Wer ein Ferienhaus in Deutschland kaufen will, entscheidet daher nicht primaer ueber ein Gebaeude, sondern ueber eine Region und ein Nutzungsmodell.
Dieser Artikel gibt Ihnen den Ueberblick: die vier grossen Regionstypen, ihre Preis- und Nachfrageprofile, die realen Nebenkosten und die Fragen, die vor dem Notartermin geklaert sein sollten. Wenn Sie sich grundsaetzlich mit dem Thema befassen und noch keine Laenderentscheidung getroffen haben, finden Sie im Ueberblicksartikel ferienhaus kaufen die laenderuebergreifenden Grundlagen.
Die vier Regionstypen: Kueste, Mittelgebirge, Alpenvorland, Seen
Nord- und Ostseekueste
Die Kueste ist der bekannteste und teuerste Teilmarkt. Sylt, Föhr, Amrum, St. Peter-Ording, Fehmarn, Ruegen, Usedom und die Halbinsel Fischland-Darss-Zingst haben eines gemeinsam: begrenztes Bauland, strenge Bebauungsplaene und eine Nachfrage, die das Angebot dauerhaft uebersteigt. Auf Sylt liegen Quadratmeterpreise fuer Bestandsobjekte regelmaessig im fuenfstelligen Bereich, auf Usedom oder Fehmarn deutlich darunter.
Die Nachfrage ist stark saisonal, aber laenger als oft angenommen: Juni bis September traegt den Umsatz, Ostern, Pfingsten, Herbstferien und Weihnachten/Silvester fuellen die Randzeiten. Wellnessorientierte Objekte mit Sauna und Kamin erreichen an der Ostsee Auslastungen, die auch im November und Februar nennenswerte Einnahmen bringen. Der entscheidende Punkt an der Kueste ist die Zweckentfremdungs- und Fremdenverkehrssatzung: In vielen Gemeinden ist die touristische Vermietung nur in ausgewiesenen Gebieten zulaessig. Diese Pruefung ist kein Detail, sondern die Grundlage des gesamten Geschaeftsmodells.
Mittelgebirge: Harz, Sauerland, Eifel, Schwarzwald, Bayerischer Wald
Die Mittelgebirge sind der Bereich mit dem guenstigsten Einstieg und – bei richtiger Standortwahl – der ausgeglichensten Ganzjahresnachfrage. Der Harz zieht Wanderer im Sommer, Mountainbiker im Herbst, Familien in den Winterferien und profitiert von seiner Lage im Einzugsgebiet von Hannover, Braunschweig, Kassel und Leipzig. Aehnliches gilt fuer das Sauerland mit Naehe zum Ruhrgebiet oder die Eifel mit Naehe zu Koeln, Bonn und den Niederlanden.
Praktisch relevant ist hier, dass professionell betriebene Ferienparks eine Alternative zum Einzelobjekt bieten. Das Projekt UplandParcs Harz zeigt das Prinzip: standardisierte Ferienhaeuser in einer Resortstruktur, zentrale Vermarktung, professionelles Facility Management und ein Betreiberkonzept, das Buchungsabwicklung, Reinigung und Instandhaltung uebernimmt. Fuer Kaeufer, die kein zweites Nebengewerbe aufbauen wollen, ist das der pragmatischere Weg als ein freistehendes Altbauhaus mit Sanierungsbedarf.
Alpenvorland und bayerische Alpen
Oberbayern und das Allgaeu bilden das obere Preissegment im Sueden. Tegernsee, Schliersee, Chiemsee, Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf profitieren von zwei starken Saisons, kaufkraeftigem Publikum aus dem Muenchner Raum und einem Nachfrageniveau, das weitgehend konjunkturunabhaengig ist. Die Kehrseite: sehr hohe Einstiegspreise, restriktive Genehmigungspraxis und in mehreren Gemeinden Zweitwohnungssteuern von bis zu 20 Prozent der Jahresrohmiete.
Wie das Premiumsegment im Alpenvorland aussieht, zeigen die Apartments am Tegernsee: hohe Ausstattungsstandards, kurze Distanz zu Muenchen, ein Markt mit sehr begrenztem Neubauangebot. Wer hier kauft, kalkuliert typischerweise mit moderaten laufenden Renditen und setzt einen groesseren Teil der Erwartung auf Wertstabilitaet und Eigennutzung.
Seenregionen im Binnenland
Die Mecklenburgische Seenplatte, das Brandenburger Seenland, die Lausitzer Seenlandschaft und der Bodensee bilden den vierten Typ. Wassernahe Lagen mit Bootsliegeplatz oder Steg erzielen deutliche Aufpreise, waehrend Objekte einige Kilometer vom Ufer entfernt spuerbar guenstiger sind. Die Nachfrage kommt stark aus Berlin, Hamburg und dem mitteldeutschen Raum, die Saison ist enger auf Mai bis September konzentriert als an der Ostsee.
Ein Vorteil dieser Regionen: Grundstuecke sind groesser und guenstiger, was Neubau und Erweiterung realistischer macht als an der Kueste. Ein Nachteil: Die Infrastruktur ist ausserhalb der Hauptorte duenner, und Objekte ohne Alleinstellungsmerkmal – Wasserlage, Sauna, Kaminofen, Hundefreundlichkeit – konkurrieren in einem gut gefuellten Angebot.
Vergleichstabelle: Wo lohnt sich der Kauf – und zu welchem Preis?
Die folgende Uebersicht ordnet die Regionen anhand typischer Marktwerte ein. Es handelt sich um Richtwerte fuer gut ausgestattete Ferienhaeuser in vermietbarer Lage; Einzelobjekte weichen erheblich ab.
Region | Kaufpreis pro m² (typ.) | Auslastung p.a. | Saisonprofil | Brutto-Renditeband | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
Sylt / Nordfriesische Inseln | 10.000 – 18.000 € | 60 – 75 % | Sommer stark, Randzeiten gut | 2,0 – 3,0 % | Sehr hohe Wertstabilitaet, harte Bebauungsvorgaben |
Ostsee (Ruegen, Usedom, Fehmarn) | 4.500 – 8.500 € | 60 – 75 % | Zwei Saisons, Wellness im Winter | 3,0 – 4,5 % | Guter Kompromiss aus Preis und Nachfrage |
Harz / Sauerland / Eifel | 2.200 – 4.000 € | 50 – 65 % | Ganzjahresnachfrage, Wandern & Bike | 4,0 – 6,0 % | Niedrigster Einstieg, Ferienparks verfuegbar |
Schwarzwald / Bayerischer Wald | 2.800 – 5.000 € | 50 – 65 % | Sommer und Winter ausgeglichen | 3,5 – 5,0 % | Starke Nachfrage auch aus dem Ausland |
Tegernsee / Chiemsee / Allgaeu | 9.000 – 16.000 € | 60 – 70 % | Winter und Sommer stark | 2,0 – 3,5 % | Zweitwohnungssteuer, knappes Angebot |
Mecklenburgische Seenplatte | 2.500 – 5.500 € | 45 – 60 % | Mai bis September dominiert | 3,5 – 5,0 % | Grosse Grundstuecke, Wasserlage entscheidend |
Der Aha-Moment steckt in der Spaltenkombination: Die teuersten Regionen liefern die niedrigsten laufenden Renditen, die guenstigsten Regionen die hoechsten. Sylt und Tegernsee sind Wertsicherungsmaerkte – man kauft Knappheit. Harz, Sauerland und Seenplatte sind Cashflow-Maerkte – man kauft Auslastung zu niedrigem Kapitaleinsatz. Beides ist legitim, aber es sind zwei verschiedene Investitionsentscheidungen, und die Verwechslung dieser beiden Logiken ist der haeufigste Fehler beim Ferienhauskauf im Inland.
Ferienhaus kaufen in Deutschland: Nebenkosten und laufender Aufwand
Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Beim Erwerb kommen hinzu:
Grunderwerbsteuer: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (u. a. Schleswig-Holstein, NRW, Brandenburg, Thueringen) – ein Unterschied, der bei 500.000 € Kaufpreis 15.000 € ausmacht.
Notar und Grundbuch: rund 1,5 – 2,0 %.
Maklerprovision: regional 3,0 – 3,57 % Kaeuferanteil, bei Neubauprojekten haeufig entfallend. Was das konkret bedeutet, erklaert der Beitrag was bedeutet provisionsfrei.
Damit liegen die Erwerbsnebenkosten je nach Bundesland zwischen etwa 5 und 12 Prozent. Im laufenden Betrieb sind zu kalkulieren: Vermittlungsprovision der Buchungsplattform oder Agentur (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waeschewechsel, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage (mindestens 1 % des Gebaeudewerts p. a.) und – in vielen Tourismusgemeinden – Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. Von der Bruttomieteinnahme bleiben nach Abzug dieser Positionen realistisch 55 bis 70 Prozent uebrig.
Rendite realistisch rechnen statt schaetzen
Genau an dieser Stelle trennen sich seriose von optimistischen Kalkulationen. Eine Wochenmiete von 1.400 € in der Hauptsaison klingt gut, aber entscheidend ist die Jahresmiete ueber alle Wochen inklusive Nebensaison und Leerstand – und danach der Abzug aller Betriebskosten. Ein Objekt im Harz mit 280.000 € Gesamtinvestition, 55 Prozent Auslastung und durchschnittlich 130 € Nettotagesrate erwirtschaftet brutto rund 26.000 €, netto nach Kosten etwa 15.000 bis 17.000 € – das ergibt eine ganz andere Kennzahl als die Bruttobetrachtung.
Wenn Sie Ihre eigenen Annahmen durchspielen moechten: Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living. Die methodischen Grundlagen – Bruttorendite, Nettorendite, Kaufpreisfaktor – finden Sie im Beitrag immobilien rendite berechnen. Wie sich Ferienimmobilien im Vergleich zu klassischer Dauervermietung wirtschaftlich verhalten, ordnet der Artikel ferienimmobilie als kapitalanlage ein.
Rechtliche Punkte, die vor dem Kauf geklaert sein muessen
Beim Ferienhauskauf in Deutschland entscheidet das Baurecht darueber, ob Vermietung ueberhaupt zulaessig ist. Prueflisten fuer den Notartermin:
Bebauungsplan und Nutzungsart: Liegt das Objekt in einem Sondergebiet Ferienhausgebiet, in einem Wohngebiet oder im Aussenbereich? In reinen Wohngebieten kann gewerbliche Kurzzeitvermietung untersagt sein.
Zweckentfremdungssatzung: Zahlreiche Kuesten- und Alpengemeinden begrenzen die touristische Nutzung von Wohnraum. Eine schriftliche Auskunft der Gemeinde ist belastbarer als die Zusicherung des Verkaeufers.
Baulasten, Wegerechte, Erschliessung: besonders in Seen- und Kuestenlagen relevant.
Steuerliche Einordnung: Bei Vermietung mit Serviceleistungen kann aus Vermietung und Verpachtung ein Gewerbebetrieb werden – mit Folgen fuer Gewerbesteuer und Spekulationsfrist. Die zehnjaehrige Haltefrist fuer den steuerfreien Verkauf gilt nur bei privater Vermoegensverwaltung.
Umsatzsteuer: Kurzfristige Beherbergung unterliegt 7 Prozent; bei Ueberschreiten der Kleinunternehmergrenze ist der Vorsteuerabzug moeglich, aber auch die Abfuehrungspflicht.
Bei Objekten in Wohnungseigentumsanlagen kommt die Teilungserklaerung hinzu: Untersagt sie die kurzzeitige Vermietung, ist das Modell hinfaellig. Details zur Wohnungsvariante behandelt der Beitrag ferienwohnung kaufen.
Eigennutzung und Vermietung sinnvoll verbinden
Die meisten Kaeufer im Inland wollen beides: selbst Urlaub machen und Einnahmen erzielen. Der Konflikt ist rechnerisch klar – jede selbst genutzte Hochsaisonwoche kostet Umsatz. Zwei Ansaetze funktionieren in der Praxis gut. Erstens: Eigennutzung konsequent in die Nebensaison legen, also Mai, Juni, September, Oktober oder ausserhalb der Schulferien. Zweitens: Ein Betreibermodell waehlen, in dem die Vermietung vollstaendig delegiert wird und ein festes Kontingent an Eigennutzungstagen vertraglich zugesichert ist.
Wichtig ist die steuerliche Konsequenz: Wer Werbungskosten voll geltend machen will, muss die Vermietungsabsicht nachweisen. Bei hoher Eigennutzung kuerzt das Finanzamt die Kosten anteilig. Eine Faustregel aus der Praxis: Unter 40 bis 50 Eigennutzungstagen pro Jahr bleibt die Kalkulation in beiden Dimensionen tragfaehig – darueber wird das Ferienhaus wirtschaftlich zur Zweitwohnung mit Nebeneinnahmen.
Deutschland im Vergleich zum Alpenraum
Ein kurzer Blick ueber die Grenze gehoert zur Einordnung: Oesterreichische Skiregionen erreichen in touristischen Widmungszonen haeufig hoehere Auslastungen und Renditen als vergleichbare deutsche Mittelgebirgslagen, verlangen aber Auseinandersetzung mit Grundverkehrsrecht und Betreibermodellen. Wer beide Maerkte abwaegen moechte, findet die laenderuebergreifende Systematik im Beitrag immobilien investment.
Fazit: Standort vor Objekt
Ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen ist wirtschaftlich dann sinnvoll, wenn drei Bedingungen erfuellt sind: Die touristische Vermietung ist am Standort rechtlich abgesichert, die Region hat mehr als eine tragfaehige Saison, und die Kalkulation basiert auf Nettozahlen statt auf Hochsaisonpreisen. Die Kueste bietet Wertstabilitaet bei niedriger laufender Rendite, die Mittelgebirge den guenstigsten Einstieg mit den besten Cashflow-Kennzahlen, das Alpenvorland ein Premiumsegment mit knappem Angebot, die Seenregionen viel Flaeche bei enger Saison.
Entscheiden Sie zuerst, welches Ziel dominiert – Wertsicherung, laufender Ertrag oder Eigennutzung. Aus dieser Antwort folgt die Region, und erst danach das Objekt.
Haeufige Fragen zum Ferienhauskauf in Deutschland
Wo lohnt sich der Kauf eines Ferienhauses in Deutschland am meisten?
Fuer laufende Erträge liefern die Mittelgebirge – Harz, Sauerland, Eifel, Bayerischer Wald – aktuell die guenstigsten Kennzahlen: niedriger Einstiegspreis, Ganzjahresnachfrage und Naehe zu grossen Ballungsraeumen ergeben Bruttorenditen im Bereich von etwa 4 bis 6 Prozent. Fuer Wertstabilitaet sind Sylt, die Ostseeinseln und das oberbayerische Seenland vorzuziehen, dort liegen die laufenden Renditen aber meist unter 3 Prozent. Die Ostsee bildet den Mittelweg aus vertretbarem Preisniveau und zwei belastbaren Saisons.
Wie viel Eigenkapital brauche ich, um ein Ferienhaus in Deutschland zu kaufen?
Banken bewerten Ferienimmobilien konservativer als selbst genutzte Wohnhaeuser, weil die Einnahmen schwanken. Ueblich sind 25 bis 40 Prozent Eigenkapital, wobei die Erwerbsnebenkosten von 5 bis 12 Prozent grundsaetzlich aus eigenen Mitteln zu tragen sind. Bei einem Objekt von 300.000 € sollten Sie also mit 90.000 bis 140.000 € Eigenmitteln rechnen, zuzueglich Ruecklage fuer Erstausstattung und Moeblierung.
Darf ich ein gekauftes Ferienhaus in Deutschland ohne Weiteres vermieten?
Nein, das haengt von Bebauungsplan, Gemeindesatzung und – bei Eigentumswohnungen – Teilungserklaerung ab. In ausgewiesenen Ferienhausgebieten ist die Kurzzeitvermietung zulaessig, in reinen Wohngebieten und in Gemeinden mit Zweckentfremdungsverbot kann sie eingeschraenkt oder untersagt sein. Lassen Sie sich die Zulaessigkeit vor dem Kaufvertrag schriftlich von der Gemeinde bestaetigen; muendliche Auskuenfte des Verkaeufers sind keine belastbare Grundlage.
Welche laufenden Kosten fallen bei einem Ferienhaus in Deutschland an?
Kalkulieren Sie mit Vermittlungsprovision (15 – 25 % der Nettomiete), Reinigung und Waesche, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Instandhaltungsruecklage von mindestens 1 Prozent des Gebaeudewerts pro Jahr sowie ortsabhaengig Kurbeitrag und Zweitwohnungssteuer. In der Summe verbleiben von den Bruttomieteinnahmen realistisch 55 bis 70 Prozent als Nettoueberschuss vor Finanzierung und Steuern.
Naechster Schritt
Wenn Sie konkrete Standorte, Betreibermodelle und Kalkulationen vergleichen moechten, finden Sie bei INVESTMENT & living gepruefte Ferienimmobilien-Projekte in Deutschland und im Alpenraum – mit transparenten Zahlen zu Auslastung, Betriebskosten und Ertragserwartung. Verschaffen Sie sich einen Ueberblick auf www.investmentandliving.com.









