Immobilienrendite berechnen: Formel, Rechner und Beispiele
Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prüft, muss zuerst eine Frage beantworten: Wie hoch ist die Rendite wirklich? Die Immobilienrendite zu berechnen ist unkompliziert. Entscheidend ist nur, welche Kennzahl Sie verwenden. Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Eigenkapitalrendite ergeben für dasselbe Objekt sehr unterschiedliche Werte. Dieser Leitfaden zeigt jede Formel mit einem durchgerechneten Beispiel, damit Sie zwei Objekte sauber vergleichen können.
Die drei Renditekennzahlen im Überblick
Kennzahl | Was sie misst | Formel |
|---|---|---|
Bruttomietrendite | Grobe Ersteinschätzung ohne Kosten | Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis |
Nettomietrendite | Ertrag nach Kosten und Nebenkosten | (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch Gesamtinvestition |
Eigenkapitalrendite | Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals | Jahresüberschuss geteilt durch eingesetztes Eigenkapital |
Die Bruttomietrendite eignet sich für den ersten Blick. Für eine belastbare Entscheidung zählt die Nettomietrendite, denn sie zeigt, was nach Kosten übrig bleibt.
Bruttomietrendite berechnen
Formel: Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100.
Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro und einer Jahreskaltmiete von 16.000 Euro ergeben sich 16.000 geteilt durch 400.000, also 4,0 Prozent. Diese Zahl ignoriert Kaufnebenkosten und laufende Bewirtschaftung. Sie ist ein Startwert, keine Entscheidungsgrundlage.
Nettomietrendite berechnen
Formel: Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten), mal 100.
Beispiel: Zum Kaufpreis von 400.000 Euro kommen rund 10 Prozent Kaufnebenkosten, also 40.000 Euro, für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Die Gesamtinvestition beträgt 440.000 Euro. Von der Jahreskaltmiete von 16.000 Euro gehen 2.500 Euro nicht umlagefähige Kosten ab. Es bleiben 13.500 Euro. Die Rechnung: 13.500 geteilt durch 440.000, also 3,07 Prozent.
Die Maklerprovision ist bei den Kaufnebenkosten oft der größte Posten. Wird ein Objekt provisionsfrei angeboten, sinkt die Gesamtinvestition und die Nettomietrendite steigt. Mehr dazu im Beitrag Was provisionsfrei bei Immobilien bedeutet.
Eigenkapitalrendite und der Hebel
Formel: Eigenkapitalrendite = (Nettomietertrag minus Fremdkapitalzinsen) geteilt durch eingesetztes Eigenkapital, mal 100.
Beispiel: Sie setzen 40 Prozent Eigenkapital ein, also 176.000 Euro, und finanzieren 264.000 Euro zu 3,5 Prozent. Das ergibt 9.240 Euro Zinsen pro Jahr. Vom Nettomietertrag von 13.500 Euro bleiben nach Zinsen 4.260 Euro. Die Rechnung: 4.260 geteilt durch 176.000, also 2,42 Prozent vor Tilgung, Steuer und Wertentwicklung.
Wichtig: Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Liegt die Objektrendite über dem Kreditzins, erhöht Fremdkapital Ihre Eigenkapitalrendite. Liegt sie darunter, wie in diesem Beispiel, senkt der Kredit die Rendite. Prüfen Sie deshalb immer die Nettomietrendite gegen den Finanzierungszins, bevor Sie den Hebel als Vorteil verbuchen.
Der Kaufpreisfaktor als Gegenprobe
Der Kaufpreisfaktor ist der Kehrwert der Bruttomietrendite: Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete. Im Beispiel sind das 400.000 geteilt durch 16.000, also Faktor 25. Je niedriger der Faktor, desto schneller ist der Kaufpreis über die Miete verdient. Welche Werte in welcher Lage üblich sind, zeigt die Kaufpreisfaktor Tabelle.
Was eine gute Rendite ist
In gefragten Lagen in Deutschland und Österreich liegt die Bruttomietrendite bei Wohnimmobilien häufig zwischen 3 und 4 Prozent. In einfacheren Lagen ist sie höher, in Toplagen niedriger. Höhere Zahlen gehen meist mit höherem Risiko oder mehr Aufwand einher. Entscheidend bleibt die Nettomietrendite, weil sie die laufenden Kosten berücksichtigt.
Häufige Fehler bei der Renditeberechnung
Kaufnebenkosten weglassen und dadurch die Rendite zu hoch ansetzen
Bruttowerte mit Nettowerten vergleichen
Leerstand, Instandhaltung und Rücklagen nicht einkalkulieren
Wertsteigerung als sicher unterstellen, statt sie getrennt zu betrachten
Häufige Fragen
Brutto oder netto, welche Kennzahl zählt?
Für den Vergleich zweier Objekte nehmen Sie die Nettomietrendite. Die Bruttomietrendite dient nur der ersten Einordnung.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Das hängt von Lage und Objekt ab. Eine Orientierung nach Regionen finden Sie in der Kaufpreisfaktor Tabelle.
Wie berechne ich die Rendite einer Ferienwohnung?
Ferienimmobilien folgen derselben Formel, haben aber andere Kosten und eine schwankende Auslastung. Was realistisch bleibt, lesen Sie im Beitrag Ferienimmobilie als Kapitalanlage.
Rendite konkret durchrechnen
Die Formeln oben zeigen die Logik. Für Ihr konkretes Objekt mit Ihrer Finanzierung und geplanten Auslastung hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persönliche Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien in wenigen Minuten.
INVESTMENT & living zeigt ausschließlich geprüfte Objekte und weist die Rendite präzise aus, provisionsfrei für Sie als Investor. Sehen Sie sich das kuratierte Portfolio an oder vereinbaren Sie ein Qualifizierungsgespräch.
Immobilienrendite berechnen: Formel, Rechner und Beispiele
Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prüft, muss zuerst eine Frage beantworten: Wie hoch ist die Rendite wirklich? Die Immobilienrendite zu berechnen ist unkompliziert. Entscheidend ist nur, welche Kennzahl Sie verwenden. Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Eigenkapitalrendite ergeben für dasselbe Objekt sehr unterschiedliche Werte. Dieser Leitfaden zeigt jede Formel mit einem durchgerechneten Beispiel, damit Sie zwei Objekte sauber vergleichen können.
Die drei Renditekennzahlen im Überblick
Kennzahl | Was sie misst | Formel |
|---|---|---|
Bruttomietrendite | Grobe Ersteinschätzung ohne Kosten | Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis |
Nettomietrendite | Ertrag nach Kosten und Nebenkosten | (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch Gesamtinvestition |
Eigenkapitalrendite | Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals | Jahresüberschuss geteilt durch eingesetztes Eigenkapital |
Die Bruttomietrendite eignet sich für den ersten Blick. Für eine belastbare Entscheidung zählt die Nettomietrendite, denn sie zeigt, was nach Kosten übrig bleibt.
Bruttomietrendite berechnen
Formel: Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100.
Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro und einer Jahreskaltmiete von 16.000 Euro ergeben sich 16.000 geteilt durch 400.000, also 4,0 Prozent. Diese Zahl ignoriert Kaufnebenkosten und laufende Bewirtschaftung. Sie ist ein Startwert, keine Entscheidungsgrundlage.
Nettomietrendite berechnen
Formel: Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten), mal 100.
Beispiel: Zum Kaufpreis von 400.000 Euro kommen rund 10 Prozent Kaufnebenkosten, also 40.000 Euro, für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Die Gesamtinvestition beträgt 440.000 Euro. Von der Jahreskaltmiete von 16.000 Euro gehen 2.500 Euro nicht umlagefähige Kosten ab. Es bleiben 13.500 Euro. Die Rechnung: 13.500 geteilt durch 440.000, also 3,07 Prozent.
Die Maklerprovision ist bei den Kaufnebenkosten oft der größte Posten. Wird ein Objekt provisionsfrei angeboten, sinkt die Gesamtinvestition und die Nettomietrendite steigt. Mehr dazu im Beitrag Was provisionsfrei bei Immobilien bedeutet.
Eigenkapitalrendite und der Hebel
Formel: Eigenkapitalrendite = (Nettomietertrag minus Fremdkapitalzinsen) geteilt durch eingesetztes Eigenkapital, mal 100.
Beispiel: Sie setzen 40 Prozent Eigenkapital ein, also 176.000 Euro, und finanzieren 264.000 Euro zu 3,5 Prozent. Das ergibt 9.240 Euro Zinsen pro Jahr. Vom Nettomietertrag von 13.500 Euro bleiben nach Zinsen 4.260 Euro. Die Rechnung: 4.260 geteilt durch 176.000, also 2,42 Prozent vor Tilgung, Steuer und Wertentwicklung.
Wichtig: Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Liegt die Objektrendite über dem Kreditzins, erhöht Fremdkapital Ihre Eigenkapitalrendite. Liegt sie darunter, wie in diesem Beispiel, senkt der Kredit die Rendite. Prüfen Sie deshalb immer die Nettomietrendite gegen den Finanzierungszins, bevor Sie den Hebel als Vorteil verbuchen.
Der Kaufpreisfaktor als Gegenprobe
Der Kaufpreisfaktor ist der Kehrwert der Bruttomietrendite: Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete. Im Beispiel sind das 400.000 geteilt durch 16.000, also Faktor 25. Je niedriger der Faktor, desto schneller ist der Kaufpreis über die Miete verdient. Welche Werte in welcher Lage üblich sind, zeigt die Kaufpreisfaktor Tabelle.
Was eine gute Rendite ist
In gefragten Lagen in Deutschland und Österreich liegt die Bruttomietrendite bei Wohnimmobilien häufig zwischen 3 und 4 Prozent. In einfacheren Lagen ist sie höher, in Toplagen niedriger. Höhere Zahlen gehen meist mit höherem Risiko oder mehr Aufwand einher. Entscheidend bleibt die Nettomietrendite, weil sie die laufenden Kosten berücksichtigt.
Häufige Fehler bei der Renditeberechnung
Kaufnebenkosten weglassen und dadurch die Rendite zu hoch ansetzen
Bruttowerte mit Nettowerten vergleichen
Leerstand, Instandhaltung und Rücklagen nicht einkalkulieren
Wertsteigerung als sicher unterstellen, statt sie getrennt zu betrachten
Häufige Fragen
Brutto oder netto, welche Kennzahl zählt?
Für den Vergleich zweier Objekte nehmen Sie die Nettomietrendite. Die Bruttomietrendite dient nur der ersten Einordnung.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Das hängt von Lage und Objekt ab. Eine Orientierung nach Regionen finden Sie in der Kaufpreisfaktor Tabelle.
Wie berechne ich die Rendite einer Ferienwohnung?
Ferienimmobilien folgen derselben Formel, haben aber andere Kosten und eine schwankende Auslastung. Was realistisch bleibt, lesen Sie im Beitrag Ferienimmobilie als Kapitalanlage.
Rendite konkret durchrechnen
Die Formeln oben zeigen die Logik. Für Ihr konkretes Objekt mit Ihrer Finanzierung und geplanten Auslastung hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persönliche Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien in wenigen Minuten.
INVESTMENT & living zeigt ausschließlich geprüfte Objekte und weist die Rendite präzise aus, provisionsfrei für Sie als Investor. Sehen Sie sich das kuratierte Portfolio an oder vereinbaren Sie ein Qualifizierungsgespräch.
Immobilienrendite berechnen: Formel, Rechner und Beispiele
Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prüft, muss zuerst eine Frage beantworten: Wie hoch ist die Rendite wirklich? Die Immobilienrendite zu berechnen ist unkompliziert. Entscheidend ist nur, welche Kennzahl Sie verwenden. Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Eigenkapitalrendite ergeben für dasselbe Objekt sehr unterschiedliche Werte. Dieser Leitfaden zeigt jede Formel mit einem durchgerechneten Beispiel, damit Sie zwei Objekte sauber vergleichen können.
Die drei Renditekennzahlen im Überblick
Kennzahl | Was sie misst | Formel |
|---|---|---|
Bruttomietrendite | Grobe Ersteinschätzung ohne Kosten | Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis |
Nettomietrendite | Ertrag nach Kosten und Nebenkosten | (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch Gesamtinvestition |
Eigenkapitalrendite | Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals | Jahresüberschuss geteilt durch eingesetztes Eigenkapital |
Die Bruttomietrendite eignet sich für den ersten Blick. Für eine belastbare Entscheidung zählt die Nettomietrendite, denn sie zeigt, was nach Kosten übrig bleibt.
Bruttomietrendite berechnen
Formel: Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100.
Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro und einer Jahreskaltmiete von 16.000 Euro ergeben sich 16.000 geteilt durch 400.000, also 4,0 Prozent. Diese Zahl ignoriert Kaufnebenkosten und laufende Bewirtschaftung. Sie ist ein Startwert, keine Entscheidungsgrundlage.
Nettomietrendite berechnen
Formel: Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten), mal 100.
Beispiel: Zum Kaufpreis von 400.000 Euro kommen rund 10 Prozent Kaufnebenkosten, also 40.000 Euro, für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Die Gesamtinvestition beträgt 440.000 Euro. Von der Jahreskaltmiete von 16.000 Euro gehen 2.500 Euro nicht umlagefähige Kosten ab. Es bleiben 13.500 Euro. Die Rechnung: 13.500 geteilt durch 440.000, also 3,07 Prozent.
Die Maklerprovision ist bei den Kaufnebenkosten oft der größte Posten. Wird ein Objekt provisionsfrei angeboten, sinkt die Gesamtinvestition und die Nettomietrendite steigt. Mehr dazu im Beitrag Was provisionsfrei bei Immobilien bedeutet.
Eigenkapitalrendite und der Hebel
Formel: Eigenkapitalrendite = (Nettomietertrag minus Fremdkapitalzinsen) geteilt durch eingesetztes Eigenkapital, mal 100.
Beispiel: Sie setzen 40 Prozent Eigenkapital ein, also 176.000 Euro, und finanzieren 264.000 Euro zu 3,5 Prozent. Das ergibt 9.240 Euro Zinsen pro Jahr. Vom Nettomietertrag von 13.500 Euro bleiben nach Zinsen 4.260 Euro. Die Rechnung: 4.260 geteilt durch 176.000, also 2,42 Prozent vor Tilgung, Steuer und Wertentwicklung.
Wichtig: Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Liegt die Objektrendite über dem Kreditzins, erhöht Fremdkapital Ihre Eigenkapitalrendite. Liegt sie darunter, wie in diesem Beispiel, senkt der Kredit die Rendite. Prüfen Sie deshalb immer die Nettomietrendite gegen den Finanzierungszins, bevor Sie den Hebel als Vorteil verbuchen.
Der Kaufpreisfaktor als Gegenprobe
Der Kaufpreisfaktor ist der Kehrwert der Bruttomietrendite: Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete. Im Beispiel sind das 400.000 geteilt durch 16.000, also Faktor 25. Je niedriger der Faktor, desto schneller ist der Kaufpreis über die Miete verdient. Welche Werte in welcher Lage üblich sind, zeigt die Kaufpreisfaktor Tabelle.
Was eine gute Rendite ist
In gefragten Lagen in Deutschland und Österreich liegt die Bruttomietrendite bei Wohnimmobilien häufig zwischen 3 und 4 Prozent. In einfacheren Lagen ist sie höher, in Toplagen niedriger. Höhere Zahlen gehen meist mit höherem Risiko oder mehr Aufwand einher. Entscheidend bleibt die Nettomietrendite, weil sie die laufenden Kosten berücksichtigt.
Häufige Fehler bei der Renditeberechnung
Kaufnebenkosten weglassen und dadurch die Rendite zu hoch ansetzen
Bruttowerte mit Nettowerten vergleichen
Leerstand, Instandhaltung und Rücklagen nicht einkalkulieren
Wertsteigerung als sicher unterstellen, statt sie getrennt zu betrachten
Häufige Fragen
Brutto oder netto, welche Kennzahl zählt?
Für den Vergleich zweier Objekte nehmen Sie die Nettomietrendite. Die Bruttomietrendite dient nur der ersten Einordnung.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Das hängt von Lage und Objekt ab. Eine Orientierung nach Regionen finden Sie in der Kaufpreisfaktor Tabelle.
Wie berechne ich die Rendite einer Ferienwohnung?
Ferienimmobilien folgen derselben Formel, haben aber andere Kosten und eine schwankende Auslastung. Was realistisch bleibt, lesen Sie im Beitrag Ferienimmobilie als Kapitalanlage.
Rendite konkret durchrechnen
Die Formeln oben zeigen die Logik. Für Ihr konkretes Objekt mit Ihrer Finanzierung und geplanten Auslastung hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persönliche Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien in wenigen Minuten.
INVESTMENT & living zeigt ausschließlich geprüfte Objekte und weist die Rendite präzise aus, provisionsfrei für Sie als Investor. Sehen Sie sich das kuratierte Portfolio an oder vereinbaren Sie ein Qualifizierungsgespräch.
Immobilienrendite berechnen: Formel, Rechner und Beispiele
Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prüft, muss zuerst eine Frage beantworten: Wie hoch ist die Rendite wirklich? Die Immobilienrendite zu berechnen ist unkompliziert. Entscheidend ist nur, welche Kennzahl Sie verwenden. Bruttomietrendite, Nettomietrendite und Eigenkapitalrendite ergeben für dasselbe Objekt sehr unterschiedliche Werte. Dieser Leitfaden zeigt jede Formel mit einem durchgerechneten Beispiel, damit Sie zwei Objekte sauber vergleichen können.
Die drei Renditekennzahlen im Überblick
Kennzahl | Was sie misst | Formel |
|---|---|---|
Bruttomietrendite | Grobe Ersteinschätzung ohne Kosten | Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis |
Nettomietrendite | Ertrag nach Kosten und Nebenkosten | (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch Gesamtinvestition |
Eigenkapitalrendite | Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals | Jahresüberschuss geteilt durch eingesetztes Eigenkapital |
Die Bruttomietrendite eignet sich für den ersten Blick. Für eine belastbare Entscheidung zählt die Nettomietrendite, denn sie zeigt, was nach Kosten übrig bleibt.
Bruttomietrendite berechnen
Formel: Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100.
Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro und einer Jahreskaltmiete von 16.000 Euro ergeben sich 16.000 geteilt durch 400.000, also 4,0 Prozent. Diese Zahl ignoriert Kaufnebenkosten und laufende Bewirtschaftung. Sie ist ein Startwert, keine Entscheidungsgrundlage.
Nettomietrendite berechnen
Formel: Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete minus nicht umlagefähige Kosten) geteilt durch (Kaufpreis plus Kaufnebenkosten), mal 100.
Beispiel: Zum Kaufpreis von 400.000 Euro kommen rund 10 Prozent Kaufnebenkosten, also 40.000 Euro, für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Die Gesamtinvestition beträgt 440.000 Euro. Von der Jahreskaltmiete von 16.000 Euro gehen 2.500 Euro nicht umlagefähige Kosten ab. Es bleiben 13.500 Euro. Die Rechnung: 13.500 geteilt durch 440.000, also 3,07 Prozent.
Die Maklerprovision ist bei den Kaufnebenkosten oft der größte Posten. Wird ein Objekt provisionsfrei angeboten, sinkt die Gesamtinvestition und die Nettomietrendite steigt. Mehr dazu im Beitrag Was provisionsfrei bei Immobilien bedeutet.
Eigenkapitalrendite und der Hebel
Formel: Eigenkapitalrendite = (Nettomietertrag minus Fremdkapitalzinsen) geteilt durch eingesetztes Eigenkapital, mal 100.
Beispiel: Sie setzen 40 Prozent Eigenkapital ein, also 176.000 Euro, und finanzieren 264.000 Euro zu 3,5 Prozent. Das ergibt 9.240 Euro Zinsen pro Jahr. Vom Nettomietertrag von 13.500 Euro bleiben nach Zinsen 4.260 Euro. Die Rechnung: 4.260 geteilt durch 176.000, also 2,42 Prozent vor Tilgung, Steuer und Wertentwicklung.
Wichtig: Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Liegt die Objektrendite über dem Kreditzins, erhöht Fremdkapital Ihre Eigenkapitalrendite. Liegt sie darunter, wie in diesem Beispiel, senkt der Kredit die Rendite. Prüfen Sie deshalb immer die Nettomietrendite gegen den Finanzierungszins, bevor Sie den Hebel als Vorteil verbuchen.
Der Kaufpreisfaktor als Gegenprobe
Der Kaufpreisfaktor ist der Kehrwert der Bruttomietrendite: Kaufpreis geteilt durch Jahreskaltmiete. Im Beispiel sind das 400.000 geteilt durch 16.000, also Faktor 25. Je niedriger der Faktor, desto schneller ist der Kaufpreis über die Miete verdient. Welche Werte in welcher Lage üblich sind, zeigt die Kaufpreisfaktor Tabelle.
Was eine gute Rendite ist
In gefragten Lagen in Deutschland und Österreich liegt die Bruttomietrendite bei Wohnimmobilien häufig zwischen 3 und 4 Prozent. In einfacheren Lagen ist sie höher, in Toplagen niedriger. Höhere Zahlen gehen meist mit höherem Risiko oder mehr Aufwand einher. Entscheidend bleibt die Nettomietrendite, weil sie die laufenden Kosten berücksichtigt.
Häufige Fehler bei der Renditeberechnung
Kaufnebenkosten weglassen und dadurch die Rendite zu hoch ansetzen
Bruttowerte mit Nettowerten vergleichen
Leerstand, Instandhaltung und Rücklagen nicht einkalkulieren
Wertsteigerung als sicher unterstellen, statt sie getrennt zu betrachten
Häufige Fragen
Brutto oder netto, welche Kennzahl zählt?
Für den Vergleich zweier Objekte nehmen Sie die Nettomietrendite. Die Bruttomietrendite dient nur der ersten Einordnung.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Das hängt von Lage und Objekt ab. Eine Orientierung nach Regionen finden Sie in der Kaufpreisfaktor Tabelle.
Wie berechne ich die Rendite einer Ferienwohnung?
Ferienimmobilien folgen derselben Formel, haben aber andere Kosten und eine schwankende Auslastung. Was realistisch bleibt, lesen Sie im Beitrag Ferienimmobilie als Kapitalanlage.
Rendite konkret durchrechnen
Die Formeln oben zeigen die Logik. Für Ihr konkretes Objekt mit Ihrer Finanzierung und geplanten Auslastung hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persönliche Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien in wenigen Minuten.
INVESTMENT & living zeigt ausschließlich geprüfte Objekte und weist die Rendite präzise aus, provisionsfrei für Sie als Investor. Sehen Sie sich das kuratierte Portfolio an oder vereinbaren Sie ein Qualifizierungsgespräch.










