Kaufpreisfaktor Tabelle: KPF nach Lage im Vergleich

  • Georg Micheu

    Geschäftsführer

  • Kategorie

    Residential

  • Zeit

    7 min. Lesezeit

Kaufpreisfaktor Tabelle: Der schnelle Vergleich fuer Investoren

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prueft, kommt am Kaufpreisfaktor (KPF) nicht vorbei. Er ist die wohl meistgenutzte Kennzahl, um auf einen Blick zu erkennen, wie teuer eine Immobilie im Verhaeltnis zu ihren Mieteinnahmen ist. Doch ein KPF von 20 bedeutet in Muenchen etwas voellig anderes als in Schladming oder Marbella. In diesem Beitrag finden Sie eine Kaufpreisfaktor Tabelle fuer fuenf relevante Investmentlagen sowie eine zweite Tabelle, die zeigt, was der Unterschied zwischen KPF 18 und KPF 25 konkret fuer Ihre Rendite ausmacht.

Was der Kaufpreisfaktor aussagt

Der Kaufpreisfaktor, auch Mietmultiplikator genannt, beschreibt das Verhaeltnis zwischen Kaufpreis und Jahresnettokaltmiete. Die Formel ist einfach:

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahresnettokaltmiete

Ein KPF von 20 bedeutet, dass Sie den Kaufpreis rechnerisch in 20 Jahren Mieteinnahmen erwirtschaften, ohne Nebenkosten, Leerstand oder Instandhaltung. Eine vertiefte Einordnung der Kennzahl, der Rechenwege und der Grenzen finden Sie in unserem Pillar-Beitrag zum Kaufpreisfaktor und zur Immobilie als Kapitalanlage 2026.

Faustregeln zur Einordnung

  • KPF unter 20: traditionell als guenstig betrachtet

  • KPF 20 bis 25: marktueblich in gefragten Lagen

  • KPF ueber 25: Premiumlagen oder spekulative Bewertung

Diese Faustregeln stammen aus dem klassischen Wohnungsmarkt. Fuer Buy-to-Let-Konzepte mit Ferienvermietung gelten andere Massstaebe, weil hier nicht die Jahresnettokaltmiete, sondern der Netto-Vermietungsertrag aus Kurzzeitvermietung die Basis bildet.

Kaufpreisfaktor Tabelle: KPF nach Lage

Die folgende Tabelle vergleicht typische Kaufpreisfaktoren fuer Wohnimmobilien in fuenf relevanten Investmentlagen. Die Werte sind Markteinschaetzungen fuer das Jahr 2025/2026 und beziehen sich auf gut ausgestattete Wohnungen in soliden Mikrolagen.

Lage

Typischer KPF

Mietniveau

Interpretation fuer Buy-to-Let

Muenchen

30 - 38

hoch

Sehr hoher Einstieg, niedrige laufende Rendite, Fokus auf Wertentwicklung. Klassische Buy-to-Let-Strategien rechnen sich nur in Ausnahmen.

Wien

24 - 30

mittel bis hoch

Stabiler Markt, regulatorisch anspruchsvoll. Buy-to-Let mit Kurzzeitvermietung ist in vielen Bezirken eingeschraenkt.

Tegernsee

28 - 35

hoch (Ferien)

Hoher KPF, jedoch starke Nachfrage nach Ferienvermietung. Auslastung und Tagespreise koennen die laufende Rendite stuetzen.

Marbella

18 - 24

hoch (Saison)

Attraktives Verhaeltnis von Preis und Ertragspotenzial. Lange Saison, internationale Nachfrage, Buy-to-Let-Modelle sind etabliert.

Schladming

16 - 22

mittel (Saison)

Niedrigster KPF im Vergleich. Zwei Saisons (Winter/Sommer), gute touristische Infrastruktur, hohes Renditepotenzial bei aktiver Vermietung.

Was die Tabelle zeigt

Der Aha-Moment der Tabelle: Klassische Metropollagen wie Muenchen oder Wien haben die hoechsten Kaufpreisfaktoren und damit die niedrigsten laufenden Renditen. Investoren bezahlen hier vor allem Wertentwicklungserwartung. Alpenlagen wie der Tegernsee koppeln einen hohen KPF mit guten Ferienmieten, der Schluessel zur Rendite liegt in der Auslastung.

Suedeuropaeische Lagen wie Marbella sowie Skigebiete mit Sommernutzung wie Schladming bieten dagegen ein attraktiveres Verhaeltnis von Einstiegspreis zu Ertragspotenzial. Hier kann ein Buy-to-Let-Modell mit professioneller Vermietung deutlich hoehere laufende Renditen erzielen.

KPF 18 vs. KPF 25: Was bedeutet das fuer die Rendite?

Der Kaufpreisfaktor laesst sich direkt in eine Bruttomietrendite umrechnen:

Bruttomietrendite = 100 / Kaufpreisfaktor

Ein KPF von 20 entspricht also einer Bruttorendite von 5 Prozent, ein KPF von 25 nur noch 4 Prozent. Die folgende Tabelle macht den Unterschied am konkreten Beispiel sichtbar. Annahmen: Kaufpreis 500.000 Euro, Jahresnettokaltmiete entsprechend KPF, Bewirtschaftungskosten 25 Prozent der Mieteinnahmen.

Kennzahl

KPF 18

KPF 20

KPF 25

Kaufpreis

500.000 EUR

500.000 EUR

500.000 EUR

Jahresmiete (netto)

27.778 EUR

25.000 EUR

20.000 EUR

Bruttomietrendite

5,56 %

5,00 %

4,00 %

Bewirtschaftung (25 %)

-6.944 EUR

-6.250 EUR

-5.000 EUR

Nettoertrag p. a.

20.833 EUR

18.750 EUR

15.000 EUR

Nettomietrendite

4,17 %

3,75 %

3,00 %

Amortisationsdauer (brutto)

18 Jahre

20 Jahre

25 Jahre

Die Renditeluecke in Euro

Zwischen KPF 18 und KPF 25 liegen bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro rund 5.800 Euro Nettoertrag pro Jahr. Ueber zehn Jahre summiert sich das auf rund 58.000 Euro, ohne Beruecksichtigung von Wertsteigerung, Inflation oder Steuern. Diese Luecke ist der eigentliche Grund, warum der Kaufpreisfaktor in der Investitionsentscheidung so viel Gewicht hat.

Warum die Kaufpreisfaktor Tabelle allein nicht reicht

So nuetzlich der KPF ist, er hat Grenzen. Vier Punkte sollten Sie kennen:

1. Er ignoriert die Auslastung bei Ferienimmobilien

Bei Wohnimmobilien wird mit der Jahresnettokaltmiete gerechnet, die im Normalfall vollstaendig anfaellt. Bei Ferienimmobilien haengt der tatsaechliche Ertrag von der Auslastung ab. Eine Wohnung in Schladming mit KPF 18 und 65 Prozent Auslastung kann die rechnerische Rendite erreichen, eine vergleichbare Wohnung mit 40 Prozent Auslastung nicht.

2. Er beruecksichtigt keine Nebenkosten beim Kauf

Grunderwerbsteuer, Notar, Makler und Finanzierungskosten erhoehen den effektiven Kaufpreis um 8 bis 15 Prozent. Damit verschiebt sich auch der tatsaechliche KPF nach oben.

3. Er sagt nichts ueber die Wertentwicklung

Ein hoher KPF in Muenchen kann gerechtfertigt sein, wenn die Wertsteigerung der vergangenen Jahrzehnte anhaelt. Ein niedriger KPF in einer strukturschwachen Region kann taeuschen, wenn die Mietnachfrage langfristig sinkt.

4. Er reagiert auf Zinsen

Bei niedrigen Zinsen akzeptieren Investoren hoehere KPF, weil die Finanzierung guenstig ist. Steigen die Zinsen, sinken die akzeptierten Faktoren wieder, was Druck auf die Kaufpreise erzeugt.

Renditerechner: Vom KPF zur konkreten Zahl

Die Tabellen oben zeigen Bandbreiten und Faustregeln. Fuer eine konkrete Entscheidung brauchen Sie jedoch Zahlen, die zu Ihrem Objekt, Ihrer Finanzierung und Ihrer geplanten Auslastung passen. Hier hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien innerhalb weniger Minuten.

Praxis-Check: So nutzen Sie die Kaufpreisfaktor Tabelle

Schritt 1: Lage einordnen

Vergleichen Sie den KPF Ihres Wunschobjekts mit dem Bandbreitenwert der jeweiligen Lage. Liegt der Faktor deutlich darueber, brauchen Sie Argumente, warum dieses Objekt den Aufschlag rechtfertigt, etwa Mikrolage, Zustand oder Vermietungspotenzial.

Schritt 2: Buy-to-Let-Tauglichkeit pruefen

Nicht jede Lage erlaubt Kurzzeitvermietung. Pruefen Sie regulatorische Rahmenbedingungen, bevor Sie mit Ferienmieten kalkulieren. Eine Wohnung in Wien mit KPF 28 ist als Daueranlage zu bewerten, nicht als Buy-to-Let.

Schritt 3: Renditeszenario rechnen

Setzen Sie konservative Annahmen fuer Auslastung und Tagespreis. Rechnen Sie zwei Szenarien: ein Basisszenario mit 50 bis 55 Prozent Auslastung und ein optimistisches Szenario mit 65 bis 70 Prozent.

Schritt 4: Stresstest

Pruefen Sie, ob Ihre Finanzierung auch bei zwei Prozent hoeheren Zinsen und 15 Prozent weniger Mieteinnahmen tragbar bleibt. Wenn ja, hat Ihr Investment eine solide Basis.

Haeufige Fehler bei der Interpretation des KPF

  • Vergleich ueber Laender hinweg ohne Kontext: Ein KPF von 20 in Marbella ist nicht gleich einem KPF von 20 in Wien, weil Steuern, Nebenkosten und Vermietungsformen unterschiedlich sind.

  • Brutto- statt Nettobetrachtung: Der KPF beruht auf der Nettokaltmiete. Wer Bruttowerte einsetzt, errechnet zu niedrige Faktoren.

  • Statische Sicht: Der KPF ist eine Momentaufnahme. Mietsteigerungen, Indexierungen und Kostenentwicklung veraendern das Bild jaehrlich.

  • Vernachlaessigung von Instandhaltung: Eine Wohnung mit Sanierungsstau hat einen vermeintlich niedrigen KPF, der nach Investitionen schnell hoeher liegt.

Fazit: Tabelle nutzen, Kontext beachten

Die Kaufpreisfaktor Tabelle ist ein schneller Einstieg, um Lagen und Objekte einzuordnen. Sie ersetzt jedoch nicht die Detailrechnung. Wer im Buy-to-Let-Segment investiert, sollte den KPF immer mit Auslastung, Tagespreis, Nebenkosten und Finanzierungsstruktur zusammen denken.

Welche Rendite ergibt sich konkret bei einem KPF von 20 und einer Auslastung von 65 Prozent? Der Renditerechner von INVESTMENT & living gibt die Antwort in Sekunden und macht Szenarien vergleichbar.

Sie moechten Ihre Investitionsentscheidung auf eine belastbare Basis stellen und passende Objekte in renditestarken Lagen pruefen? Besuchen Sie INVESTMENT & living und erfahren Sie, welche Ferienimmobilien aktuell zu Ihrem Renditeprofil passen.

Kaufpreisfaktor Tabelle: Der schnelle Vergleich fuer Investoren

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prueft, kommt am Kaufpreisfaktor (KPF) nicht vorbei. Er ist die wohl meistgenutzte Kennzahl, um auf einen Blick zu erkennen, wie teuer eine Immobilie im Verhaeltnis zu ihren Mieteinnahmen ist. Doch ein KPF von 20 bedeutet in Muenchen etwas voellig anderes als in Schladming oder Marbella. In diesem Beitrag finden Sie eine Kaufpreisfaktor Tabelle fuer fuenf relevante Investmentlagen sowie eine zweite Tabelle, die zeigt, was der Unterschied zwischen KPF 18 und KPF 25 konkret fuer Ihre Rendite ausmacht.

Was der Kaufpreisfaktor aussagt

Der Kaufpreisfaktor, auch Mietmultiplikator genannt, beschreibt das Verhaeltnis zwischen Kaufpreis und Jahresnettokaltmiete. Die Formel ist einfach:

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahresnettokaltmiete

Ein KPF von 20 bedeutet, dass Sie den Kaufpreis rechnerisch in 20 Jahren Mieteinnahmen erwirtschaften, ohne Nebenkosten, Leerstand oder Instandhaltung. Eine vertiefte Einordnung der Kennzahl, der Rechenwege und der Grenzen finden Sie in unserem Pillar-Beitrag zum Kaufpreisfaktor und zur Immobilie als Kapitalanlage 2026.

Faustregeln zur Einordnung

  • KPF unter 20: traditionell als guenstig betrachtet

  • KPF 20 bis 25: marktueblich in gefragten Lagen

  • KPF ueber 25: Premiumlagen oder spekulative Bewertung

Diese Faustregeln stammen aus dem klassischen Wohnungsmarkt. Fuer Buy-to-Let-Konzepte mit Ferienvermietung gelten andere Massstaebe, weil hier nicht die Jahresnettokaltmiete, sondern der Netto-Vermietungsertrag aus Kurzzeitvermietung die Basis bildet.

Kaufpreisfaktor Tabelle: KPF nach Lage

Die folgende Tabelle vergleicht typische Kaufpreisfaktoren fuer Wohnimmobilien in fuenf relevanten Investmentlagen. Die Werte sind Markteinschaetzungen fuer das Jahr 2025/2026 und beziehen sich auf gut ausgestattete Wohnungen in soliden Mikrolagen.

Lage

Typischer KPF

Mietniveau

Interpretation fuer Buy-to-Let

Muenchen

30 - 38

hoch

Sehr hoher Einstieg, niedrige laufende Rendite, Fokus auf Wertentwicklung. Klassische Buy-to-Let-Strategien rechnen sich nur in Ausnahmen.

Wien

24 - 30

mittel bis hoch

Stabiler Markt, regulatorisch anspruchsvoll. Buy-to-Let mit Kurzzeitvermietung ist in vielen Bezirken eingeschraenkt.

Tegernsee

28 - 35

hoch (Ferien)

Hoher KPF, jedoch starke Nachfrage nach Ferienvermietung. Auslastung und Tagespreise koennen die laufende Rendite stuetzen.

Marbella

18 - 24

hoch (Saison)

Attraktives Verhaeltnis von Preis und Ertragspotenzial. Lange Saison, internationale Nachfrage, Buy-to-Let-Modelle sind etabliert.

Schladming

16 - 22

mittel (Saison)

Niedrigster KPF im Vergleich. Zwei Saisons (Winter/Sommer), gute touristische Infrastruktur, hohes Renditepotenzial bei aktiver Vermietung.

Was die Tabelle zeigt

Der Aha-Moment der Tabelle: Klassische Metropollagen wie Muenchen oder Wien haben die hoechsten Kaufpreisfaktoren und damit die niedrigsten laufenden Renditen. Investoren bezahlen hier vor allem Wertentwicklungserwartung. Alpenlagen wie der Tegernsee koppeln einen hohen KPF mit guten Ferienmieten, der Schluessel zur Rendite liegt in der Auslastung.

Suedeuropaeische Lagen wie Marbella sowie Skigebiete mit Sommernutzung wie Schladming bieten dagegen ein attraktiveres Verhaeltnis von Einstiegspreis zu Ertragspotenzial. Hier kann ein Buy-to-Let-Modell mit professioneller Vermietung deutlich hoehere laufende Renditen erzielen.

KPF 18 vs. KPF 25: Was bedeutet das fuer die Rendite?

Der Kaufpreisfaktor laesst sich direkt in eine Bruttomietrendite umrechnen:

Bruttomietrendite = 100 / Kaufpreisfaktor

Ein KPF von 20 entspricht also einer Bruttorendite von 5 Prozent, ein KPF von 25 nur noch 4 Prozent. Die folgende Tabelle macht den Unterschied am konkreten Beispiel sichtbar. Annahmen: Kaufpreis 500.000 Euro, Jahresnettokaltmiete entsprechend KPF, Bewirtschaftungskosten 25 Prozent der Mieteinnahmen.

Kennzahl

KPF 18

KPF 20

KPF 25

Kaufpreis

500.000 EUR

500.000 EUR

500.000 EUR

Jahresmiete (netto)

27.778 EUR

25.000 EUR

20.000 EUR

Bruttomietrendite

5,56 %

5,00 %

4,00 %

Bewirtschaftung (25 %)

-6.944 EUR

-6.250 EUR

-5.000 EUR

Nettoertrag p. a.

20.833 EUR

18.750 EUR

15.000 EUR

Nettomietrendite

4,17 %

3,75 %

3,00 %

Amortisationsdauer (brutto)

18 Jahre

20 Jahre

25 Jahre

Die Renditeluecke in Euro

Zwischen KPF 18 und KPF 25 liegen bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro rund 5.800 Euro Nettoertrag pro Jahr. Ueber zehn Jahre summiert sich das auf rund 58.000 Euro, ohne Beruecksichtigung von Wertsteigerung, Inflation oder Steuern. Diese Luecke ist der eigentliche Grund, warum der Kaufpreisfaktor in der Investitionsentscheidung so viel Gewicht hat.

Warum die Kaufpreisfaktor Tabelle allein nicht reicht

So nuetzlich der KPF ist, er hat Grenzen. Vier Punkte sollten Sie kennen:

1. Er ignoriert die Auslastung bei Ferienimmobilien

Bei Wohnimmobilien wird mit der Jahresnettokaltmiete gerechnet, die im Normalfall vollstaendig anfaellt. Bei Ferienimmobilien haengt der tatsaechliche Ertrag von der Auslastung ab. Eine Wohnung in Schladming mit KPF 18 und 65 Prozent Auslastung kann die rechnerische Rendite erreichen, eine vergleichbare Wohnung mit 40 Prozent Auslastung nicht.

2. Er beruecksichtigt keine Nebenkosten beim Kauf

Grunderwerbsteuer, Notar, Makler und Finanzierungskosten erhoehen den effektiven Kaufpreis um 8 bis 15 Prozent. Damit verschiebt sich auch der tatsaechliche KPF nach oben.

3. Er sagt nichts ueber die Wertentwicklung

Ein hoher KPF in Muenchen kann gerechtfertigt sein, wenn die Wertsteigerung der vergangenen Jahrzehnte anhaelt. Ein niedriger KPF in einer strukturschwachen Region kann taeuschen, wenn die Mietnachfrage langfristig sinkt.

4. Er reagiert auf Zinsen

Bei niedrigen Zinsen akzeptieren Investoren hoehere KPF, weil die Finanzierung guenstig ist. Steigen die Zinsen, sinken die akzeptierten Faktoren wieder, was Druck auf die Kaufpreise erzeugt.

Renditerechner: Vom KPF zur konkreten Zahl

Die Tabellen oben zeigen Bandbreiten und Faustregeln. Fuer eine konkrete Entscheidung brauchen Sie jedoch Zahlen, die zu Ihrem Objekt, Ihrer Finanzierung und Ihrer geplanten Auslastung passen. Hier hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien innerhalb weniger Minuten.

Praxis-Check: So nutzen Sie die Kaufpreisfaktor Tabelle

Schritt 1: Lage einordnen

Vergleichen Sie den KPF Ihres Wunschobjekts mit dem Bandbreitenwert der jeweiligen Lage. Liegt der Faktor deutlich darueber, brauchen Sie Argumente, warum dieses Objekt den Aufschlag rechtfertigt, etwa Mikrolage, Zustand oder Vermietungspotenzial.

Schritt 2: Buy-to-Let-Tauglichkeit pruefen

Nicht jede Lage erlaubt Kurzzeitvermietung. Pruefen Sie regulatorische Rahmenbedingungen, bevor Sie mit Ferienmieten kalkulieren. Eine Wohnung in Wien mit KPF 28 ist als Daueranlage zu bewerten, nicht als Buy-to-Let.

Schritt 3: Renditeszenario rechnen

Setzen Sie konservative Annahmen fuer Auslastung und Tagespreis. Rechnen Sie zwei Szenarien: ein Basisszenario mit 50 bis 55 Prozent Auslastung und ein optimistisches Szenario mit 65 bis 70 Prozent.

Schritt 4: Stresstest

Pruefen Sie, ob Ihre Finanzierung auch bei zwei Prozent hoeheren Zinsen und 15 Prozent weniger Mieteinnahmen tragbar bleibt. Wenn ja, hat Ihr Investment eine solide Basis.

Haeufige Fehler bei der Interpretation des KPF

  • Vergleich ueber Laender hinweg ohne Kontext: Ein KPF von 20 in Marbella ist nicht gleich einem KPF von 20 in Wien, weil Steuern, Nebenkosten und Vermietungsformen unterschiedlich sind.

  • Brutto- statt Nettobetrachtung: Der KPF beruht auf der Nettokaltmiete. Wer Bruttowerte einsetzt, errechnet zu niedrige Faktoren.

  • Statische Sicht: Der KPF ist eine Momentaufnahme. Mietsteigerungen, Indexierungen und Kostenentwicklung veraendern das Bild jaehrlich.

  • Vernachlaessigung von Instandhaltung: Eine Wohnung mit Sanierungsstau hat einen vermeintlich niedrigen KPF, der nach Investitionen schnell hoeher liegt.

Fazit: Tabelle nutzen, Kontext beachten

Die Kaufpreisfaktor Tabelle ist ein schneller Einstieg, um Lagen und Objekte einzuordnen. Sie ersetzt jedoch nicht die Detailrechnung. Wer im Buy-to-Let-Segment investiert, sollte den KPF immer mit Auslastung, Tagespreis, Nebenkosten und Finanzierungsstruktur zusammen denken.

Welche Rendite ergibt sich konkret bei einem KPF von 20 und einer Auslastung von 65 Prozent? Der Renditerechner von INVESTMENT & living gibt die Antwort in Sekunden und macht Szenarien vergleichbar.

Sie moechten Ihre Investitionsentscheidung auf eine belastbare Basis stellen und passende Objekte in renditestarken Lagen pruefen? Besuchen Sie INVESTMENT & living und erfahren Sie, welche Ferienimmobilien aktuell zu Ihrem Renditeprofil passen.

Kaufpreisfaktor Tabelle: Der schnelle Vergleich fuer Investoren

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prueft, kommt am Kaufpreisfaktor (KPF) nicht vorbei. Er ist die wohl meistgenutzte Kennzahl, um auf einen Blick zu erkennen, wie teuer eine Immobilie im Verhaeltnis zu ihren Mieteinnahmen ist. Doch ein KPF von 20 bedeutet in Muenchen etwas voellig anderes als in Schladming oder Marbella. In diesem Beitrag finden Sie eine Kaufpreisfaktor Tabelle fuer fuenf relevante Investmentlagen sowie eine zweite Tabelle, die zeigt, was der Unterschied zwischen KPF 18 und KPF 25 konkret fuer Ihre Rendite ausmacht.

Was der Kaufpreisfaktor aussagt

Der Kaufpreisfaktor, auch Mietmultiplikator genannt, beschreibt das Verhaeltnis zwischen Kaufpreis und Jahresnettokaltmiete. Die Formel ist einfach:

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahresnettokaltmiete

Ein KPF von 20 bedeutet, dass Sie den Kaufpreis rechnerisch in 20 Jahren Mieteinnahmen erwirtschaften, ohne Nebenkosten, Leerstand oder Instandhaltung. Eine vertiefte Einordnung der Kennzahl, der Rechenwege und der Grenzen finden Sie in unserem Pillar-Beitrag zum Kaufpreisfaktor und zur Immobilie als Kapitalanlage 2026.

Faustregeln zur Einordnung

  • KPF unter 20: traditionell als guenstig betrachtet

  • KPF 20 bis 25: marktueblich in gefragten Lagen

  • KPF ueber 25: Premiumlagen oder spekulative Bewertung

Diese Faustregeln stammen aus dem klassischen Wohnungsmarkt. Fuer Buy-to-Let-Konzepte mit Ferienvermietung gelten andere Massstaebe, weil hier nicht die Jahresnettokaltmiete, sondern der Netto-Vermietungsertrag aus Kurzzeitvermietung die Basis bildet.

Kaufpreisfaktor Tabelle: KPF nach Lage

Die folgende Tabelle vergleicht typische Kaufpreisfaktoren fuer Wohnimmobilien in fuenf relevanten Investmentlagen. Die Werte sind Markteinschaetzungen fuer das Jahr 2025/2026 und beziehen sich auf gut ausgestattete Wohnungen in soliden Mikrolagen.

Lage

Typischer KPF

Mietniveau

Interpretation fuer Buy-to-Let

Muenchen

30 - 38

hoch

Sehr hoher Einstieg, niedrige laufende Rendite, Fokus auf Wertentwicklung. Klassische Buy-to-Let-Strategien rechnen sich nur in Ausnahmen.

Wien

24 - 30

mittel bis hoch

Stabiler Markt, regulatorisch anspruchsvoll. Buy-to-Let mit Kurzzeitvermietung ist in vielen Bezirken eingeschraenkt.

Tegernsee

28 - 35

hoch (Ferien)

Hoher KPF, jedoch starke Nachfrage nach Ferienvermietung. Auslastung und Tagespreise koennen die laufende Rendite stuetzen.

Marbella

18 - 24

hoch (Saison)

Attraktives Verhaeltnis von Preis und Ertragspotenzial. Lange Saison, internationale Nachfrage, Buy-to-Let-Modelle sind etabliert.

Schladming

16 - 22

mittel (Saison)

Niedrigster KPF im Vergleich. Zwei Saisons (Winter/Sommer), gute touristische Infrastruktur, hohes Renditepotenzial bei aktiver Vermietung.

Was die Tabelle zeigt

Der Aha-Moment der Tabelle: Klassische Metropollagen wie Muenchen oder Wien haben die hoechsten Kaufpreisfaktoren und damit die niedrigsten laufenden Renditen. Investoren bezahlen hier vor allem Wertentwicklungserwartung. Alpenlagen wie der Tegernsee koppeln einen hohen KPF mit guten Ferienmieten, der Schluessel zur Rendite liegt in der Auslastung.

Suedeuropaeische Lagen wie Marbella sowie Skigebiete mit Sommernutzung wie Schladming bieten dagegen ein attraktiveres Verhaeltnis von Einstiegspreis zu Ertragspotenzial. Hier kann ein Buy-to-Let-Modell mit professioneller Vermietung deutlich hoehere laufende Renditen erzielen.

KPF 18 vs. KPF 25: Was bedeutet das fuer die Rendite?

Der Kaufpreisfaktor laesst sich direkt in eine Bruttomietrendite umrechnen:

Bruttomietrendite = 100 / Kaufpreisfaktor

Ein KPF von 20 entspricht also einer Bruttorendite von 5 Prozent, ein KPF von 25 nur noch 4 Prozent. Die folgende Tabelle macht den Unterschied am konkreten Beispiel sichtbar. Annahmen: Kaufpreis 500.000 Euro, Jahresnettokaltmiete entsprechend KPF, Bewirtschaftungskosten 25 Prozent der Mieteinnahmen.

Kennzahl

KPF 18

KPF 20

KPF 25

Kaufpreis

500.000 EUR

500.000 EUR

500.000 EUR

Jahresmiete (netto)

27.778 EUR

25.000 EUR

20.000 EUR

Bruttomietrendite

5,56 %

5,00 %

4,00 %

Bewirtschaftung (25 %)

-6.944 EUR

-6.250 EUR

-5.000 EUR

Nettoertrag p. a.

20.833 EUR

18.750 EUR

15.000 EUR

Nettomietrendite

4,17 %

3,75 %

3,00 %

Amortisationsdauer (brutto)

18 Jahre

20 Jahre

25 Jahre

Die Renditeluecke in Euro

Zwischen KPF 18 und KPF 25 liegen bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro rund 5.800 Euro Nettoertrag pro Jahr. Ueber zehn Jahre summiert sich das auf rund 58.000 Euro, ohne Beruecksichtigung von Wertsteigerung, Inflation oder Steuern. Diese Luecke ist der eigentliche Grund, warum der Kaufpreisfaktor in der Investitionsentscheidung so viel Gewicht hat.

Warum die Kaufpreisfaktor Tabelle allein nicht reicht

So nuetzlich der KPF ist, er hat Grenzen. Vier Punkte sollten Sie kennen:

1. Er ignoriert die Auslastung bei Ferienimmobilien

Bei Wohnimmobilien wird mit der Jahresnettokaltmiete gerechnet, die im Normalfall vollstaendig anfaellt. Bei Ferienimmobilien haengt der tatsaechliche Ertrag von der Auslastung ab. Eine Wohnung in Schladming mit KPF 18 und 65 Prozent Auslastung kann die rechnerische Rendite erreichen, eine vergleichbare Wohnung mit 40 Prozent Auslastung nicht.

2. Er beruecksichtigt keine Nebenkosten beim Kauf

Grunderwerbsteuer, Notar, Makler und Finanzierungskosten erhoehen den effektiven Kaufpreis um 8 bis 15 Prozent. Damit verschiebt sich auch der tatsaechliche KPF nach oben.

3. Er sagt nichts ueber die Wertentwicklung

Ein hoher KPF in Muenchen kann gerechtfertigt sein, wenn die Wertsteigerung der vergangenen Jahrzehnte anhaelt. Ein niedriger KPF in einer strukturschwachen Region kann taeuschen, wenn die Mietnachfrage langfristig sinkt.

4. Er reagiert auf Zinsen

Bei niedrigen Zinsen akzeptieren Investoren hoehere KPF, weil die Finanzierung guenstig ist. Steigen die Zinsen, sinken die akzeptierten Faktoren wieder, was Druck auf die Kaufpreise erzeugt.

Renditerechner: Vom KPF zur konkreten Zahl

Die Tabellen oben zeigen Bandbreiten und Faustregeln. Fuer eine konkrete Entscheidung brauchen Sie jedoch Zahlen, die zu Ihrem Objekt, Ihrer Finanzierung und Ihrer geplanten Auslastung passen. Hier hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien innerhalb weniger Minuten.

Praxis-Check: So nutzen Sie die Kaufpreisfaktor Tabelle

Schritt 1: Lage einordnen

Vergleichen Sie den KPF Ihres Wunschobjekts mit dem Bandbreitenwert der jeweiligen Lage. Liegt der Faktor deutlich darueber, brauchen Sie Argumente, warum dieses Objekt den Aufschlag rechtfertigt, etwa Mikrolage, Zustand oder Vermietungspotenzial.

Schritt 2: Buy-to-Let-Tauglichkeit pruefen

Nicht jede Lage erlaubt Kurzzeitvermietung. Pruefen Sie regulatorische Rahmenbedingungen, bevor Sie mit Ferienmieten kalkulieren. Eine Wohnung in Wien mit KPF 28 ist als Daueranlage zu bewerten, nicht als Buy-to-Let.

Schritt 3: Renditeszenario rechnen

Setzen Sie konservative Annahmen fuer Auslastung und Tagespreis. Rechnen Sie zwei Szenarien: ein Basisszenario mit 50 bis 55 Prozent Auslastung und ein optimistisches Szenario mit 65 bis 70 Prozent.

Schritt 4: Stresstest

Pruefen Sie, ob Ihre Finanzierung auch bei zwei Prozent hoeheren Zinsen und 15 Prozent weniger Mieteinnahmen tragbar bleibt. Wenn ja, hat Ihr Investment eine solide Basis.

Haeufige Fehler bei der Interpretation des KPF

  • Vergleich ueber Laender hinweg ohne Kontext: Ein KPF von 20 in Marbella ist nicht gleich einem KPF von 20 in Wien, weil Steuern, Nebenkosten und Vermietungsformen unterschiedlich sind.

  • Brutto- statt Nettobetrachtung: Der KPF beruht auf der Nettokaltmiete. Wer Bruttowerte einsetzt, errechnet zu niedrige Faktoren.

  • Statische Sicht: Der KPF ist eine Momentaufnahme. Mietsteigerungen, Indexierungen und Kostenentwicklung veraendern das Bild jaehrlich.

  • Vernachlaessigung von Instandhaltung: Eine Wohnung mit Sanierungsstau hat einen vermeintlich niedrigen KPF, der nach Investitionen schnell hoeher liegt.

Fazit: Tabelle nutzen, Kontext beachten

Die Kaufpreisfaktor Tabelle ist ein schneller Einstieg, um Lagen und Objekte einzuordnen. Sie ersetzt jedoch nicht die Detailrechnung. Wer im Buy-to-Let-Segment investiert, sollte den KPF immer mit Auslastung, Tagespreis, Nebenkosten und Finanzierungsstruktur zusammen denken.

Welche Rendite ergibt sich konkret bei einem KPF von 20 und einer Auslastung von 65 Prozent? Der Renditerechner von INVESTMENT & living gibt die Antwort in Sekunden und macht Szenarien vergleichbar.

Sie moechten Ihre Investitionsentscheidung auf eine belastbare Basis stellen und passende Objekte in renditestarken Lagen pruefen? Besuchen Sie INVESTMENT & living und erfahren Sie, welche Ferienimmobilien aktuell zu Ihrem Renditeprofil passen.

Kaufpreisfaktor Tabelle: Der schnelle Vergleich fuer Investoren

Wer eine Immobilie als Kapitalanlage prueft, kommt am Kaufpreisfaktor (KPF) nicht vorbei. Er ist die wohl meistgenutzte Kennzahl, um auf einen Blick zu erkennen, wie teuer eine Immobilie im Verhaeltnis zu ihren Mieteinnahmen ist. Doch ein KPF von 20 bedeutet in Muenchen etwas voellig anderes als in Schladming oder Marbella. In diesem Beitrag finden Sie eine Kaufpreisfaktor Tabelle fuer fuenf relevante Investmentlagen sowie eine zweite Tabelle, die zeigt, was der Unterschied zwischen KPF 18 und KPF 25 konkret fuer Ihre Rendite ausmacht.

Was der Kaufpreisfaktor aussagt

Der Kaufpreisfaktor, auch Mietmultiplikator genannt, beschreibt das Verhaeltnis zwischen Kaufpreis und Jahresnettokaltmiete. Die Formel ist einfach:

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahresnettokaltmiete

Ein KPF von 20 bedeutet, dass Sie den Kaufpreis rechnerisch in 20 Jahren Mieteinnahmen erwirtschaften, ohne Nebenkosten, Leerstand oder Instandhaltung. Eine vertiefte Einordnung der Kennzahl, der Rechenwege und der Grenzen finden Sie in unserem Pillar-Beitrag zum Kaufpreisfaktor und zur Immobilie als Kapitalanlage 2026.

Faustregeln zur Einordnung

  • KPF unter 20: traditionell als guenstig betrachtet

  • KPF 20 bis 25: marktueblich in gefragten Lagen

  • KPF ueber 25: Premiumlagen oder spekulative Bewertung

Diese Faustregeln stammen aus dem klassischen Wohnungsmarkt. Fuer Buy-to-Let-Konzepte mit Ferienvermietung gelten andere Massstaebe, weil hier nicht die Jahresnettokaltmiete, sondern der Netto-Vermietungsertrag aus Kurzzeitvermietung die Basis bildet.

Kaufpreisfaktor Tabelle: KPF nach Lage

Die folgende Tabelle vergleicht typische Kaufpreisfaktoren fuer Wohnimmobilien in fuenf relevanten Investmentlagen. Die Werte sind Markteinschaetzungen fuer das Jahr 2025/2026 und beziehen sich auf gut ausgestattete Wohnungen in soliden Mikrolagen.

Lage

Typischer KPF

Mietniveau

Interpretation fuer Buy-to-Let

Muenchen

30 - 38

hoch

Sehr hoher Einstieg, niedrige laufende Rendite, Fokus auf Wertentwicklung. Klassische Buy-to-Let-Strategien rechnen sich nur in Ausnahmen.

Wien

24 - 30

mittel bis hoch

Stabiler Markt, regulatorisch anspruchsvoll. Buy-to-Let mit Kurzzeitvermietung ist in vielen Bezirken eingeschraenkt.

Tegernsee

28 - 35

hoch (Ferien)

Hoher KPF, jedoch starke Nachfrage nach Ferienvermietung. Auslastung und Tagespreise koennen die laufende Rendite stuetzen.

Marbella

18 - 24

hoch (Saison)

Attraktives Verhaeltnis von Preis und Ertragspotenzial. Lange Saison, internationale Nachfrage, Buy-to-Let-Modelle sind etabliert.

Schladming

16 - 22

mittel (Saison)

Niedrigster KPF im Vergleich. Zwei Saisons (Winter/Sommer), gute touristische Infrastruktur, hohes Renditepotenzial bei aktiver Vermietung.

Was die Tabelle zeigt

Der Aha-Moment der Tabelle: Klassische Metropollagen wie Muenchen oder Wien haben die hoechsten Kaufpreisfaktoren und damit die niedrigsten laufenden Renditen. Investoren bezahlen hier vor allem Wertentwicklungserwartung. Alpenlagen wie der Tegernsee koppeln einen hohen KPF mit guten Ferienmieten, der Schluessel zur Rendite liegt in der Auslastung.

Suedeuropaeische Lagen wie Marbella sowie Skigebiete mit Sommernutzung wie Schladming bieten dagegen ein attraktiveres Verhaeltnis von Einstiegspreis zu Ertragspotenzial. Hier kann ein Buy-to-Let-Modell mit professioneller Vermietung deutlich hoehere laufende Renditen erzielen.

KPF 18 vs. KPF 25: Was bedeutet das fuer die Rendite?

Der Kaufpreisfaktor laesst sich direkt in eine Bruttomietrendite umrechnen:

Bruttomietrendite = 100 / Kaufpreisfaktor

Ein KPF von 20 entspricht also einer Bruttorendite von 5 Prozent, ein KPF von 25 nur noch 4 Prozent. Die folgende Tabelle macht den Unterschied am konkreten Beispiel sichtbar. Annahmen: Kaufpreis 500.000 Euro, Jahresnettokaltmiete entsprechend KPF, Bewirtschaftungskosten 25 Prozent der Mieteinnahmen.

Kennzahl

KPF 18

KPF 20

KPF 25

Kaufpreis

500.000 EUR

500.000 EUR

500.000 EUR

Jahresmiete (netto)

27.778 EUR

25.000 EUR

20.000 EUR

Bruttomietrendite

5,56 %

5,00 %

4,00 %

Bewirtschaftung (25 %)

-6.944 EUR

-6.250 EUR

-5.000 EUR

Nettoertrag p. a.

20.833 EUR

18.750 EUR

15.000 EUR

Nettomietrendite

4,17 %

3,75 %

3,00 %

Amortisationsdauer (brutto)

18 Jahre

20 Jahre

25 Jahre

Die Renditeluecke in Euro

Zwischen KPF 18 und KPF 25 liegen bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro rund 5.800 Euro Nettoertrag pro Jahr. Ueber zehn Jahre summiert sich das auf rund 58.000 Euro, ohne Beruecksichtigung von Wertsteigerung, Inflation oder Steuern. Diese Luecke ist der eigentliche Grund, warum der Kaufpreisfaktor in der Investitionsentscheidung so viel Gewicht hat.

Warum die Kaufpreisfaktor Tabelle allein nicht reicht

So nuetzlich der KPF ist, er hat Grenzen. Vier Punkte sollten Sie kennen:

1. Er ignoriert die Auslastung bei Ferienimmobilien

Bei Wohnimmobilien wird mit der Jahresnettokaltmiete gerechnet, die im Normalfall vollstaendig anfaellt. Bei Ferienimmobilien haengt der tatsaechliche Ertrag von der Auslastung ab. Eine Wohnung in Schladming mit KPF 18 und 65 Prozent Auslastung kann die rechnerische Rendite erreichen, eine vergleichbare Wohnung mit 40 Prozent Auslastung nicht.

2. Er beruecksichtigt keine Nebenkosten beim Kauf

Grunderwerbsteuer, Notar, Makler und Finanzierungskosten erhoehen den effektiven Kaufpreis um 8 bis 15 Prozent. Damit verschiebt sich auch der tatsaechliche KPF nach oben.

3. Er sagt nichts ueber die Wertentwicklung

Ein hoher KPF in Muenchen kann gerechtfertigt sein, wenn die Wertsteigerung der vergangenen Jahrzehnte anhaelt. Ein niedriger KPF in einer strukturschwachen Region kann taeuschen, wenn die Mietnachfrage langfristig sinkt.

4. Er reagiert auf Zinsen

Bei niedrigen Zinsen akzeptieren Investoren hoehere KPF, weil die Finanzierung guenstig ist. Steigen die Zinsen, sinken die akzeptierten Faktoren wieder, was Druck auf die Kaufpreise erzeugt.

Renditerechner: Vom KPF zur konkreten Zahl

Die Tabellen oben zeigen Bandbreiten und Faustregeln. Fuer eine konkrete Entscheidung brauchen Sie jedoch Zahlen, die zu Ihrem Objekt, Ihrer Finanzierung und Ihrer geplanten Auslastung passen. Hier hilft ein strukturierter Rechenweg. Berechnen Sie Ihre persoenliche Ferienimmobilien-Rendite mit dem Renditerechner von INVESTMENT & living und vergleichen Sie verschiedene Szenarien innerhalb weniger Minuten.

Praxis-Check: So nutzen Sie die Kaufpreisfaktor Tabelle

Schritt 1: Lage einordnen

Vergleichen Sie den KPF Ihres Wunschobjekts mit dem Bandbreitenwert der jeweiligen Lage. Liegt der Faktor deutlich darueber, brauchen Sie Argumente, warum dieses Objekt den Aufschlag rechtfertigt, etwa Mikrolage, Zustand oder Vermietungspotenzial.

Schritt 2: Buy-to-Let-Tauglichkeit pruefen

Nicht jede Lage erlaubt Kurzzeitvermietung. Pruefen Sie regulatorische Rahmenbedingungen, bevor Sie mit Ferienmieten kalkulieren. Eine Wohnung in Wien mit KPF 28 ist als Daueranlage zu bewerten, nicht als Buy-to-Let.

Schritt 3: Renditeszenario rechnen

Setzen Sie konservative Annahmen fuer Auslastung und Tagespreis. Rechnen Sie zwei Szenarien: ein Basisszenario mit 50 bis 55 Prozent Auslastung und ein optimistisches Szenario mit 65 bis 70 Prozent.

Schritt 4: Stresstest

Pruefen Sie, ob Ihre Finanzierung auch bei zwei Prozent hoeheren Zinsen und 15 Prozent weniger Mieteinnahmen tragbar bleibt. Wenn ja, hat Ihr Investment eine solide Basis.

Haeufige Fehler bei der Interpretation des KPF

  • Vergleich ueber Laender hinweg ohne Kontext: Ein KPF von 20 in Marbella ist nicht gleich einem KPF von 20 in Wien, weil Steuern, Nebenkosten und Vermietungsformen unterschiedlich sind.

  • Brutto- statt Nettobetrachtung: Der KPF beruht auf der Nettokaltmiete. Wer Bruttowerte einsetzt, errechnet zu niedrige Faktoren.

  • Statische Sicht: Der KPF ist eine Momentaufnahme. Mietsteigerungen, Indexierungen und Kostenentwicklung veraendern das Bild jaehrlich.

  • Vernachlaessigung von Instandhaltung: Eine Wohnung mit Sanierungsstau hat einen vermeintlich niedrigen KPF, der nach Investitionen schnell hoeher liegt.

Fazit: Tabelle nutzen, Kontext beachten

Die Kaufpreisfaktor Tabelle ist ein schneller Einstieg, um Lagen und Objekte einzuordnen. Sie ersetzt jedoch nicht die Detailrechnung. Wer im Buy-to-Let-Segment investiert, sollte den KPF immer mit Auslastung, Tagespreis, Nebenkosten und Finanzierungsstruktur zusammen denken.

Welche Rendite ergibt sich konkret bei einem KPF von 20 und einer Auslastung von 65 Prozent? Der Renditerechner von INVESTMENT & living gibt die Antwort in Sekunden und macht Szenarien vergleichbar.

Sie moechten Ihre Investitionsentscheidung auf eine belastbare Basis stellen und passende Objekte in renditestarken Lagen pruefen? Besuchen Sie INVESTMENT & living und erfahren Sie, welche Ferienimmobilien aktuell zu Ihrem Renditeprofil passen.

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